Nicht alle einjährigen Arten blühen und fruchten im gleichen Kalenderjahr (das sind nur die offiziell "sommerannuellen") – verschiedene Arten sind jetzt im Herbst in den Startlöchern für die nächste Saison, überwintern als Jungpflanzen und blühen im kommenden Jahr. Nach der Fruchtreife ist dann Schluss, die Pflanzen sterben ab – die Samen überdauern die Sommertrockenheit und keimen erst Ende Sommer oder im Herbst aus.
Zu diesen "winterannuellen" oder "überwinternd Einjährigen" gehört u.a. der Zimbelkraut-Ehrenpreis (Veronica cymbalaria):
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Ebenfalls winterannuell: Der Glänzende Storchschnabel (Geranium lucidum). Die Art wächst seit Jahren mitten in Bern in einer schattigen Quartierstrasse zwischen Trottoirrand, Berberitzenhecke und Schottersteinwüste. Wie die gute Art den Weg dorthin gefunden hat, ist mir ein Rätsel; aber die Pflanzen trotzen seit Jahren allen Jätt-Aktionen und bilden im Moment einen eindrücklichen Teppich aus munteren Sämlingen, startklar fürs 2027.
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AntwortenEbenfalls parat fürs nächste Jahr: Ruprechtskraut oder Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum) und Purpur-Storchschnabel (Geranium purpureum):
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AntwortenWenn ich im Garten klassisch Nüsslisalat (Valerianella spp.) aussäe, nutze ich dieselbe Strategie: Die Rosetten (Jungpflanzen) überwintern und ich kann sie nach Bedarf im Winterhalbjahr als Salat ernten. Wenn ich ein paar Pflanzen nicht erwische, wachsen sie im Frühling weiter, blühen und bilden bald kleine Früchte – und sind im Spätsommer parat für den Start in die nächste Nüsslisalat-Saison.
Wintergetreide funktioniert nach demselben Prinzip: Aussaat im Herbst, Ernte im nächsten Sommer.
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AntwortenWinterannuell ist auch der Efeu-Ehrenpreis (Veronica hederifolia). Eventuell hat jemand von euch die Art in Griffnähe resp. die Sämlinge? Sind sie auch bereits startklar fürs 2027?
Oder andere winteranuelle Arten?
Freue mich auf Ergänzungen :-)
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