Beim Kleemuseum bin ich auf die unten abgebildete Hieracium/Pilosella-Gruppe gestossen. Je nach Flora lande ich mehr oder weniger eindeutig bei cymosum. Aber so ganz stimmen will es dann zum Teil doch nicht.
Beim Kleemuseum bin ich auf die unten abgebildete Hieracium/Pilosella-Gruppe gestossen. Je nach Flora lande ich mehr oder weniger eindeutig bei cymosum. Aber so ganz stimmen will es dann zum Teil doch nicht.
2 Risposte
Guten Abend Marc
Es freut mich, dass jemand versucht Arten der Gattung Hieracium s.l. zu bestimmen. Leider kommt man mit den aktuellen Schweizer Bestimmungliteratur nicht weit. Da diese längst nicht alle Arten behandeln. Zu empfehlen ist der Rothmaler und den Österreichischen “Fischadler”. Bei uns im Kanton Luzern habe ich ein sehr ähnliches oder dasselbe Habichtskraut gefunden. Hieracium glomeratum/Pilosella glomerata. Natürlich war ich auch nicht sicher, Herr Günter Gottschlich hat diese revidiert.
Freundlicher Gruss Thomas Weber
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RispondiDanke für den Hinweis! Ich bin heute noch mal bei der Population vorbeigegangen und habe sie durchgeschlüsselt mit Binz/Exkursionsflora/Rothmaler/Fischer. Der erste Eindruck hat sich bestätigt: Am wenigsten Widersprüche bei cymosum, aber (ausser bei Binz) geht’s nie ganz ohne … Vgl. Ergebnisse unten!
(Übrigens ist mir heute noch ein eindeutiges Hieracium piloselloides aufgefallen unmittelbar nebenan. Mit dieser Art werden aber nirgends Hybride beschrieben.)
Wenn glomerata nicht aufgeführt im Schlüssel, klar cymosum:
Binz: Widerspruchsfrei geht es nur beim «Binz» (Aufl. 20/2022)! Da stimmen Schlüssel wie Artbeschreibung voll und ganz hier vor Ort.
Exkursionsflora: Im Schlüssel unglücklich beschrieben sind die Ausläufer auf dem Weg zu cymbosum (oberirdische Ausläufer selten fehlend): Hier völlig unzutreffend. (Auch unterirdische Ausläufer nur vereinzelt vorhanden, bzw. festgestellt). Das wird in allen anderen Floren aber auch nicht so beschrieben! Ob das korrekt ist?) Zudem würde ich die Hülle nicht als «hell» beschreiben. Sonst spricht hier alles für cymosum (gegen caespitosum).
Wenn glomerata aufgeführt, nicht ganz klar:
Rothmaler: Der Gegensatz bei cymosa-Hülle armhaarig und reichdrüsig oder umgekehrt, stimmt hier vor Ort nicht: Beides ziemlich reichlich. Aber Hüllblatt-Haare stets mit schwarzem Fuss und steif (glomerata) stimmt noch weniger! Der Kopfstand ist eher doldig mit höchstens einem abgerückten Ast (cymosa) als doldig-rispig (glomerata). Die Hülle ist gut 7 mm lang, das kann für beide Arten stimmen. Was für beide Arten eher nicht stimmt, ist die Beschreibung der Stängelhaare als +/- weich. Sie sind hier eher steif. (Aber +- weich kann auch «eher steif» sein…)
Fischer: Kbstd eher doldig (cymosum) als (doldig-)rispig (glomeratum). Hülle klar max 5 mm breit (cymosa). Ausläufer fehlend oder unterirdisch (cymosa – Bei glomerata wird nach den Ausläufern gefragt, die zudem über 1mm stark und beblättert sein sollten. (Aber: der Stängel dürfte oben nicht oder nur zerstreut drüsenhaartig sein und die Hülle ebenfalls nur zerstreut sternhaarig. Beides trifft hier nicht zu.)