Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten gestielt, in einer zuerst gedrungenen, später gestreckten, allseitswendigen Traube angeordnet; meist mehrere Trauben zu einem Gesamtblütenstand vereinigt.
    • Blütenstiel behaart.
    • Kelchblätter 4, anliegend (am Grund nicht ausgesackt), mit Sternhaaren.
    • Kronblätter 4, gelb, kahl, vorne ausgerandet, am Grund kurz genagelt.
    • Staubblätter 6.

    Flims (GR), 15.5.2021 (simoncrameri)

  • Früchte

    • Schötchen gestielt, aufrecht abstehend, kahl, linsenförmig, flach.
    • Griffel gerade, knapp 1 mm lang.
    • Fruchtfächer meist einsamig (von den beiden Samenanlagen in jedem Fruchtfach meist nur eine Samenanlage ausreifend).
    • Samen hellbraun, rund, am Rand geflügelt.

    La Neuveville (BE), 29.5.2025 (Muriel Bendel)

    La Neuveville (BE), 29.5.2025 (Muriel Bendel)

    Reifes, sich öffnendes Schötchen. La Neuveville (BE), 29.5.2025 (Muriel Bendel)

    Meist reift in jedem Fruchtfach nur ein Samen heran. La Neuveville (BE), 29.5.2025 (Muriel Bendel)

    Reifer, geflügelter Samen. La Neuveville (BE), 29.5.2025 (Muriel Bendel)

    Scheidewand silbrig. La Neuveville (BE), 29.5.2025 (Muriel Bendel)

    La Neuveville (BE), 29.5.2025 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ausdauernd, im unteren Teil verholzt, 15–30(–35) cm hoch.
    • Stängel mit kurz gestielten Sternhaaren besetzt, nur im unteren Teil beblättert.

    Charrat (VS), 30.4.2005 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Blätter wechselständig.
    • Blattspreite schmal spatelförmig, ganzrandig, vorne stumpf oder leicht zugespitzt, am Grund allmählich in einen breiten Blattstiel verschmälert; auf beiden Seiten mit Sternhaaren besetzt → graugrün.

    Blattspreite am Grund allmählich in den Stiel verschmälert. Flims (GR), 15.5.2021 (simoncrameri)

    Grundständige Blätter. La Neuveville (BE), 29.5.2025 (Muriel Bendel)

    Grundständige Blätter. Flims (GR), 15.5.2021 (simoncrameri)

    La Neuveville (BE), 29.5.2025 (Muriel Bendel)

    Blattspreite mit Sternhaaren bedeckt. La Neuveville (BE), 29.5.2025 (Muriel Bendel)

Lebensraum

Auf flachgründigen, steinigen Böden; oft angepflanzt und v.a. an Mauern und Felsen verwildert.

Verbreitung

Ursprünglich mittel- bis osteuropäisch und (ost-)mediterran.

Verbreitungskarte auf POWO.

Namen

Der Gattungsname Aurinia bezieht sich auf die goldgelben Kronblätter (Lateinisch aurum für «Gold»), der Artname auf den Lebensraum (Lateinisch saxum für «Fels, Stein»). 

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 14. Januar 2026