Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten in hängenden, lockeren Trauben angeordnet
    • Kelchblätter 6, hellgrün bis gelb.
    • Kronblätter 6, gelb; jedes Kronblatt am Grund mit 2 orangeroten, ovalen Honigdrüsen. 
    • Staubblätter 6, vor den Kronblättern stehend. 
    • Staubfäden auf der Innenseite reizbar → bei Berührung zum Fruchtknoten schnellend.
    • Endblüte des Blütenstandes 5- statt 6-zählig.
    • Fruchtknoten oberständig.

    Blütenknospen manchmal rot überlaufen. Mont d'Orge (VS), 20.3.2026 (Muriel Bendel)

    Blüten in lockeren, hängenden Trauben angeordnet. Belper Giessen (BE), 21.4.2025 (Muriel Bendel)

    Kronblätter am Grund mit orangeroten Honigdrüsen. Zernez Muottas (GR), 3.6.2015 (Maria Merz)

    Gelterkinden (BL), 5.5.2012 (wolfgang bischoff)

    Zernez Muottas (GR), 3.6.2015 (Maria Merz)

    Visp (VS), 5.5.2023 (Muriel Bendel)

    Zernez Muottas (GR), 12.6.2015 (Maria Merz)

  • Früchte

    • Beeren schmal zylindrisch; grün, zur Reifezeit rot; sauer schmeckend.
    • Beeren meist 2-samig.
    • Samen rotbraun, 5–6(–7) mm lang.

    Belper Giessen (BE), 19.5.2025 (Muriel Bendel)

    Belper Giessen (BE), 19.5.2025 (Muriel Bendel)

    Reifende, hellgrüne Beeren. Auwald, Spiez (BE), 10.7.2024 (Muriel Bendel)

    Auwald, Spiez (BE), 10.7.2024 (Muriel Bendel)

    Brig (VS), 12.5.2025 (Muriel Bendel)

    Roche de Chatollion, St-Blaise (NE), 7.6.2024 (Muriel Bendel)

    Holderbank/Egerkingen(SO), 6.9.2015 (francoisealsaker)

    Kandersteg (BE), 18.12.2021 (francoisealsaker)

    Belper Giessen (BE), 7.2.2026 (Muriel Bendel)

    Fruchtstand, reife Früchte und Samen (von links nach rechts). Belper Giessen (BE), 7.2.2026 (Muriel Bendel)

    Reife, rotbraune Samen. Belper Giessen (BE), 7.2.2026 (Muriel Bendel)

    Samen 5–6 mm lang. Mont d'Orge (VS), 20.3.2026 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

Lebensraum

Auf trockenen, steinigen Böden in warmen Lagen; Gebüsche, Hecken, lichte Wälder. 

Verbreitung

Europäisch-westasiatisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Bei der aus Japan stammenden, gelegentlich angepflanzten und manchmal verwilderten Thunbergs Berberitze (Berberis thunbergii) 

  • sind die Blätter ganzrandig oder nur sehr schwach gezähnt, 
  • die Dornen sind meist einfach und 
  • die Blüten sind 2–4 oder seltener einzeln in den Blattachseln angeordnet (nicht in Blütentrauben).


Die aus China stammende Julianas Berberitze (Berberis julianae) zeichnet sich durch 

  • immergrüne, ledrige Blätter und 
  • zur Reifezeit blauschwarze Beeren aus. 

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 9. Februar 2026

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Diskussionen der Community

26. April 2025: Expedition an den Lopper

Liebe Botanikinteressierte

Gerne laden wir euch zur Expedition von Daniel Hepenstrick ein!

Der Begriff "Expedition" bezeichnet eine Exkursion in ein Gebiet, das auch der Exkursionsleitung noch nicht bekannt ist. Das gemeinsame Abenteuer soll die Vernetzung unter Botanikinteressierten fördern und Spass machen. Die Expedition ist offen für alle, gratis und jede Person ist am Expeditionstag auf eigene Verantwortung unterwegs. Diesmal wird der Lopper erkundet. Der schroffe zwischen Vierwaldstätter- und Alpnachersee gelegene Kalkhügel lockt mit einem vielversprechenden Mosaik aus Buchen-, Eichen-, Föhren- und Lindenwäldern. Die Expedition ist diesmal auch Teil des Exkursionsprogramms der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft.

Datum: Samstag, 26. April 2025.
Anreise (z. B.): 09:10 ab Zürich HB, 09:57 ab Luzern, 10:13 an Stansstad
Treffpunkt: 10:15 auf dem Platz vor dem Bahnhof Stansstad.

Route: Die Expedition startet botanisch langweilig. Der Autobahn entlang, dann unten durch und 1 km auf dem Ufersteg. Diese weitgehend horizontale Strecke bietet Raum, um sich gegenseitig kennenzulernen. Nach einem ersten Abzweiger in trockenen Turinermeister-Lindenmischwald kehren wir auf den Uferweg zurück und spazieren nochmals knapp 1 km westwärts. Schliesslich verlassen wir die Lopperstrasse und erkunden die Flora an einer südexponierte Kalkfelsplatte. In gemächlicher Steigung geht es dann auf einem Schottersträsschen durch verschiedene Waldgesellschaften wieder ostwärts. Die frühlingshafte Saumvegetation der Wegböschungen wird wohl noch nicht in voller Blüte sein, dafür das eine oder andere vegetative Rätsel bieten. Auf 557 m ü. M. verabschieden sich allfällige sportlich ambitionierte Expeditionsteilnehmende über den Loppergrat Richtung Hergiswil. Der Rest der Gruppe wandert botanisch hoffnungsvoll in Richtung der prähistorischen Lopperburg weiter und steigt schliesslich durch eine Trockenwiese nationaler Bedeutung im Getöse der Autobahn ab und kehrt nach Stansstad zurück. Je nach Gruppendynamik und Gewächs am Wegrand werden wir schneller oder langsamer unterwegs sein. Picknick an einem schönen Plätzchen. Rückreise individuell.

Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/BnGIPGNpBJCNFQ8c

Wir freuen uns auf das Abenteuer und eure Teilnahme!

Beste Grüsse
Simon Gysi

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Pieksende Blattmorphologie

Diese Zweige zeigten bilderbuchmässig auf, wie der Übergang von normalen Laubblättern zu meist 3-teiligen Dornen ausschauen kann. Stechende, pingelige Pflanzen-Morphologie, direkt am Wegrand.

Um welche sommergrüne Art handelt es sich?

Wo: Heute an der Alten Aare bei Lyss (BE).

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