Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blütenstand 2–3(–5)-blütig.
    • Blüten gestielt, zuerst überhängend, zur Blütezeit leicht nickend bis schräg abstehend.
    • Blütenstiel zuerst glatt, später v.a. unterhalb der Blüte gekräuselt.
    • Perigonblätter 5, grün, zur Blütezeit ± ausgebreitet, nach der Blüte nicht abfallend.
    • Nektarblätter röhrenförmig; hellgrün, nach der Blüte gelblich.
    • Staubblätter zahlreich.
    • Fruchtblätter 3–4(–6), geschnäbelt, meist kahl, am Grund miteinander verwachsen.

    Blütenknospe nickend. Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Staubblätter noch geschlossen. Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Nektarblätter röhrenförmig, zur Blütezeit grün. Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Perigonblätter 5, hellgrün, ausgebreitet. Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Nektarblätter nach der Blüte gelblich. Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Blütenstiel zuerst glatt. Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Blütenstiel bei älteren Blüten kraus. Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

  • Früchte

    • Mehrsamige Balgfrüchte.

    Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Caslano (TI), 25.3.2022 (Muriel Bendel)

    Caslano (TI), 13.5.2017 (wolfgang bischoff)

Vegetative Merkmale

Lebensraum

Auf kalkreichen, etwas feuchten und nährstoffreichen, meist steinigen Böden in warmen Lagen; lichte Wälder.

Verbreitung

Westeuropäisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Insekten

  • Auf der Grünen Nieswurz können zur Blütezeit oft die dunkel gefärbten, adulten Hautflügler Monophadnus taegeri beobachtet werden.

    Ihre Larven fressen v.a. auf der Unterseite der Fiedern Blattgewebe und hinterlassen ein typisches Muster. Perigonblätter und Fruchtblätter/Balgfrüchte werden von Monophadnus taegeri nur sehr selten angefressen.

    Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Von Monophadnus taegeri zerfressene Blätter. Caslano (TI), 31.3.2026 (Muriel Bendel)

    Typisches Frassmuster auf der Unterseite einer Fieder. Caslano (TI), 31.3.2026 (Muriel Bendel)

    Caslano (TI), 31.3.2026 (Muriel Bendel)

    Larve von Monophadnus taegeri auf der Fiederunterseite. Caslano (TI), 31.3.2026 (Muriel Bendel)

Mögliche Verwechslung

  • Die Christrose (Helleborus niger) unterscheidet sich durch grössere, zur Blütezeit weisse Perigonblätter, die Fiedern der wintergrünen Blätter sind nur in der vorderen Hälfte grob gesägt.

    Die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) zeichnet sich durch beblätterte, vielblütige Stängel, wintergrüne, nach oben allmählich reduzierte Blätter und kleinere, glockenartig zusammenneigende Perigonblätter aus.

    Für den direkten Vergleich: Helleborus niger im Hintergrund, Helleborus viridis im Vordergrund. Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 18. Februar 2026