Morphologie

Generative Merkmale

  • Sori

    • Schleier mit herabgedrehtem Rand, reif mit dunklem Zentrum.
    • oft mit gelblicher Verfärbung im Mittelbereich der Fiedern, hier die Sporenkapseln oft nicht oder unvollständig reifend; die Verfärbung ist möglichweise auf einen Pilz zurückzuführen.

Vegetative Merkmale

  • Wedel

    • Fiedern oberseits mit Seidenglanz, Blattspreite auffallend ebenmässig „wie gebügelt“.
    • Fiederabschnitte schräg parabelförmig.
    • Fiederabschnitte mit kleinen Zähnen apikal, lateral Zähne kaum sichtbar.
    • Schuppen blass, jenen von Dryopteris borreri nicht unähnlich.

Verbreitung

Kollin-submontan; regional ziemlich häufig am Alpennordrand, hier mit kalkhaltigem Untergrund, seltener in den inneren Alpen, fehlt am Alpensüdrand.

Mögliche Verwechslung

Da die Merkmalseigenschaften von Dryopteris pseudodisjuncta nicht sehr markant ausgeprägt sind, gibt es keine «harten» Kriterien, die die Abgrenzung gegen Borrers Schuppigem Wurmfarn (Dryopteris borreri) oder Dryopteris affinis subsp. affinis var. affinis vereinfachen. Dennoch ist das Erscheinungsbild sehr einprägsam, so dass die Pflanze im Feld leicht erkenntlich ist. Die Bestimmung von Herbarexemplaren ist dagegen nicht einfach.

Ploidiegrad

Triploid

Quelle

Freigang J., Kessler, M. 2022: Bestimmungshilfe für die Schweizer Arten der Dryopteris affinis-Gruppe. Farnfreunde der Schweiz
https://farnfreunde.ch/2022/09/26/bestimmungshilfe-fuer-die-schweizer-arten-der-dryopteris-affinis-gruppe/

Forum

Diskussionen der Community

Dryopteris affinis...

Hallo zusammen

Im Juli habe ich diesen Dryopteris "affinis"  fotografiert… damals habe ich ihn als “vielleicht”  ssp. disjuncta bestimmt…Jetzt frage ich mich, ob es nicht eher einen pseudodisjunca wäre….was meint ihr? 

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Les fougères du Plateau bernois / Die Farne des Berner Mittellandes, 23.6.2024

Kévin und Florence führten uns heute durch die Wälder südlich von Schüpfen (BE) und zeigten die wichtigen Merkmale, um die auf den ersten Blick nur grün-in-grün und alle etwas ähnlich aussehenden Farnpflanzen zu unterscheiden. Es wurde rege fotografiert, Notizen gemacht, mit der Lupe die pingeligen Details angeschaut und über Farne (in the very broad sense) diskutiert.

Zu den "üblichen verdächtigen Farnarten" gehörten

Weitere Farnpflanzen am Wegrand waren



Aus der grossen Gruppe der Schuppigen Wurmfarne (Dryopteris affinis aggr.) 

Als Abschluss der Exkursion

  • Entferntfiedriger Wurmfarn (Dryopteris remota) mit an der Basis dunklen Fiedern
  • und der noch unbeschriebene diploide Dryopteris affinis Typ Tannberg

Neben den Farnpflanzen entdeckten wir am Wegrand die Wimper-Segge (Carex pilosa), bestaunten direkt neben dem Zmittag-Picknickplatz der Gewöhnliche Fichtenspargel (Monotropa hypopitys)und "testeten" die zerriebenen nach Zitronen oder Orangen riechenden Nadeln der Douglasfichte (Pseudotsuga menziesii). 

Herzlichen Dank an @Kévin und Florence für alle Merkmale, Bestimmungstricks und Farn-Geschichten bilingue auf Französisch und Deutsch! :-)

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