Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blütenstand: endständige Ähre, viel länger als breit; Blüten bis zu 90° um ihre Achse gedreht; Tragblätter wollig behaart
    • Kelch röhrig-glockig, wollig behaart, leicht kürzer als die Kronröhre, mit lanzettlichen fein gezähnten (oder ganzrandigen) Zipfeln
    • Krone hellpurpurn, mit einem schmalen, langen Schnabel (4–5mm).
    • Unterlippe kahl, wenig abstehend

    Blütenstand lange, endständige Ähre; Pontresina Fuorcla Surlej (GR), 2.8.2013 (Marc Henzi)

    Krone hellpurpurn mit langem, schmalem Schnabel; Pontresina Fuorcla Surlej (GR), 8.8.2025 (Marc Henz)

    Kelch und Hochblätter wollig behaart; Pontresina Fuorcla Surlej (GR), 2.8.2013 (Marc Henzi)

    Pontresina Fuorcla Surlej (GR), 8.8.2025 (Marc Henzi)

  • Früchte

    • Kapsel

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ausdauernd; 15-45 cm hoch
    • Stängel aufrecht (oder bogenförmig aufsteigend), unverzweigt, locker beblättert, gegen oben zunehmend behaart

    Stängel unverzweigt, locker beblättert; Pontresina Fuorcla Surlej (GR), 8.8.2025 (Marc Henzi)

    Stängel gegen oben zunehmend behaart; Pontresina Schafberg (GR), 10.7.2020 (Marc Henzi)

  • Blätter

    • Wechselständig
    • Spreite: lanzettlich, fiederteilig. Abschnitte nochmals tief fiederlappig mit gezähnten Zipfeln.
    • Gegen oben allmählich kleiner werdend; obere Hochblätter kürzer als die Blüten.
    • Stängelblätter kahl; Blätter im Blütenstand wollig behaart

    Spreite fiederteilig mit fiederlappigen Abschnitten; Pontresina Fuorcla Surlej (GR), 8.8.2025 (Marc Henzi)

    Blätter gegen oben kleiner werdend; Pontresina Fuorcla Surlej (GR), 8.8.2025 (Marc Henzi)

Lebensraum

  • Alpin, magere Wiesen und Weiden, oft auf kalkhaltigen Böden

Verbreitung

  • Schweiz: (VS), GR
  • Gesamtverbreitung: Alpenbogen von den Seealpen bis Balkan
    Verbreitungskarte auf POWO.

Systematik

  • Wenn die Art in Unterarten aufgeteilt wird, kommt in der Schweiz nur die subsp. helvetica O. Schwarz vor, bei der auch bei den unteren Blüten die Kelchzähne mehr oder weniger deutlich gesägt sind. (Vgl. Checklist infoflora von 2017)

Mögliche Verwechslungen

  • Beim kopfigen Läusekraut (Pedicularis rostratocapitata) ist der Kelch nie wollig behaart und der Blütenstand kurz und dicht.
  • Beim gedrehten Läusekraut (Pedicularis gyroflexa) ist der Blütenstand kurz und dicht und der Schnabel deutlich kürzer.

Autor*in: Marc Henzi
Stand: 3. Januar 2026