Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • 10–14-blütige, (fast) sitzende Scheinquirlen bilden eine dichte, endständige Scheinähre mit kurzen Tragblättern. Manchmal die unterste Scheinquirle abgesetzt. 
    • Kelch glockig; mit 5 regelmässigen, langen, lanzettlichen Zähnen.
    • Die dreiteilige Unterlippe ist etwas länger als die Oberlippe. Diese ist flach oder ganz leicht gewölbt, von der Seite her gesehen ziemlich gerade und vorne aufwärts gekrümmt und an der Spitze gekerbt.
    • Krone blassgelb; etwa 12–15 mm lang.
    • Staubblätter am Anfang mit fast geraden Staubfäden; leicht aus der Kronröhre ragend; mit fast parallelen Staubblatthälften.

    Pizzo Arera (I), 4.7.2023 (Marc Henzi)

    Pizzo Arera (I), 4.7.2023 (Marc Henzi)

    Lauterbrunnen (BE), 14.7.15 (Blumenwanderer)

  • Früchte

    • Klausenfrucht mit glatten, hellbraunen, ca. 2 mm langen, nussartigen Teilfrüchten.

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ausdauernd, 20–40(–50) cm hoch.
    • Stängel seitlich der Grundachse entspringend, (aufsteigend oder) aufrecht.
    • Stängel einfach und locker behaart.

    Lauterbrunnen (BE), 14.7.15 (Blumenwanderer)

    Lauterbrunnen (BE), 14.7.15 (Blumenwanderer)

    Pizzo Arera (I), 5.7.2023 (Marc Henzi)

  • Blätter

    • Sterile Blattrosetten zur Blütezeit vorhanden.
    • Neben den Blütentragblättern nur 1–2(–3) Blattpaare am Stängel. Die anderen Blätter in einer grundständigen Rosette.
    • Blätter rundlich, breit eiförmig, höchstens doppelt so lang wie breit; (oben teilweise schmal länglich).
    • Spreite am Grund herzförmig, Spitze stumpf; Rand grob und breit gezähnt; beidseits leicht behaart; leicht glänzend.
    • Grundständige Blätter lang gestielt (bis 4-mal so lang wie die Spreite); Stängelblätter kurz gestielt bis sitzend.
    • Höchstens die untersten Hochblätter länger als die Blüten; die obersten sehr kurz, fast ganzrandig.

    Serina (I), 4.7.2023 (Marc Henzi)

    Lauterbrunnen (BE), 14.7.15 (Blumenwanderer)

Lebensraum

  • Steinige, kalkreiche Wiesen und Schutthalden, lichte Wälder.

Verbreitung

  • In der Schweiz südliches Tessin und Sefinental (BE)
  • Gesamtverbreitung: mittel- und südeuropäische Gebirgspflanze:
    Verbreitungskarte auf POWO (= Betonica alopecuros).

Systematik

Mögliche Verwechslung

  • Zumindest blühend ist die Art unverwechselbar.

Autor*in: Marc Henzi
Stand: 26. Dezember 2025