Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Lockerer Gesamtblütenstand mit endständiger, (3–)5-strahliger Trugdolde; darunter meist mehrere lang gestielte, seitlich abstehende bis leicht überhängende, 1–ästige Blütenstände, (fast) alle Blütenäste mindestens einmal gegabelt.
    • Alle Tragblätter frei, ganz kurz gestielt oder sitzend, ganzrandig, am Rand oft leicht gewellt, etwas heller und breiter, aber sonst ähnlich wie die Stängelblätter
    • Tragblätter Gesamtblütenstand: eilanzettlich, oft etwas heller grün oder gelblich
    • Tragblätter Einzelblütenstände: breit eilanzettlich, am Grund abgerundet, stumpflich oder leicht spitz, heller grün bis gelb
    • Hüllbecher gelb, lang behaart, schlank, mit ovalen, gelben Drüsen, lang gestielt

    Tarasp (GR), 29.5.2024 (Marc Henzi)

    Tarasp (GR), 29.5.2024 (Marc Henzi)

    Hüllbecher gelb, schlank, lang behaart, lang gestielt; Tarasp (GR), 29.5.2024 (Marc Henzi)

    Drüsen gelb, oval; Tarasp (GR), 29.5.2024 (Marc Henzi)

    Tragblütter Einzelblütenstände: hellgrün bis gelb; Tarasp (GR), 29.5.2024 (Marc Henzi)

  • Früchte

    • Kapsel kugelig, locker mit halbkugeligen Warzen besetzt, kahl

    Kapsel locker warzig; Tarasp (GR), 29.5.2024 (Marc Henzi)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ausdauernd, am Grund verholzt, unten oft etwas rot überlaufen
    • Mehrere bogig aufsteigende, unverzweigte Stängel mit einigen langen Haaren
    • 20–50 cm hoch

    Tarasp (GR), 29.5.2024 (Marc Henzi)

  • Blätter

    • Wechselständig, sitzend oder ganz kurz gestielt
    • Spreite länglich bis oval, ganzrandig, –6 cm lang, dunkelgrün, kahl oder unterseits flaumig; oft mit auffällig hellem Mittelnerv, dieser am Blattgrund oft rötlich

    Stängelblätter wechselständig, dunkelgrün, (ei-)lanzettlich; Tarasp (GR), 29.5.2024 (Marc Henzi)

Lebensraum

  • lichte Wälder

Verbreitung

  • Schweiz: nur Unterengadin
  • Gesamtareal: Mittleres (Schweiz, Italien) bis östliches (Ukraine) Europa
    Verbreitungskarte auf POWO

Mögliche Verwechslung

  • Die lang gestielten, gelben Hüllbecher zwischen den lanzettlichen Tragblättern machen die Art eindeutig.

Autor*in: Marc Henzi
Stand: 15. September 2026