Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten radiärsymmetrisch, etwa 4 cm im Durchmesser; Blütenstand meist 1blütig.
    • Blütenstiel 1–3 cm lang, fast immer mit Stieldrüsen besetzt.
    • Kelchblätter 5, ganzrandig (gelegentlich die beiden äusseren mit 1–2 Paaren fadenförmiger Abschnitte), nach der Blüte zurückgebogen, vor der Fruchtreife abfallend, etwa ½ so lang wie die Kronblätter.
    • Kronblätter 5, diese reinweiss.
    • Griffel zu einer Säule vereinigt, kahl.
    • Staubblätter zahlreich.

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Griffel zu einer Säule vereinigt; Diskus konvex. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Kelchblätter nach der Blüte zurückgebogen. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Kelchblätter und Fruchtknoten im Gegensatz zum Blütenstiel drüsenlos. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Chaumont (NE), 8.7.2024 (Muriel Bendel)

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Kelchblätter mit einzelnen Fiedern. Bern-Elfenau, 16.6.2023 (Muriel Bendel)

    Am Grunde des linken Blütenstiels sind die beiden unauffälligen, lanzettlichen Hochblätter zu erkennen. Niederurner Taeli (GL), 5.7.2021 (Muriel Bendel)

    Blütenstiel mit kurz gestielten Drüsen reichlich bekleidet, hier mit anhaftender Mücke. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

  • Früchte

    Reife Hagebutte eiförmig bis kugelig, kahl, dunkelrot.

    Olten (SO), 19.8.2024 (Muriel Bendel)

    La Neuveville (BE), 18.9.2025 (Muriel Bendel)

    Griffelsäule noch lange an der Frucht verbleibend. La Neuveville (BE), 18.9.2025 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Bis zu 1 m hoher, niederliegender, oft mehrere Meter weit kriechender oder kletternder, sommergrüner Strauch. Stamm niederliegend oder kletternd; Zweige schlaff, niederliegend, kletternd oder hängend.
    • Stamm und Zweige meist mit gleichartigen, schwach gebogenen, am Grunde ± verbreiterten Stacheln besetzt.

    Spreizklimmend. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Zweige am Boden kriechend. St-Martin (FR) 19.6.2022 (Muriel Bendel)

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    4.3.2011 (Muriel Bendel)

    Chambrelien (NE), 24.2.2026 (Muriel Bendel)

    Chambrelien (NE), 24.2.2026 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Blattspreiten wechselständig, unpaarig gefiedert: an den Blütenzweigen meist 7-zählig, seltener 5-zählig.
    • Fiedern oval, bis rhombisch, 1–3 cm lang, meist etwa 1½mal so lang wie breit, 1-fach gezähnt, an den Zähnen meist keine Stieldrüsenstets , oberseits dunkelgrün, unterseits hellgrün, beiderseits ± dicht behaart bis kahl, ohne Drüsen oder nur unterseits auf dem Mittelnerv mit Drüsen.
    • Blattstiele flaumig behaart bis kahl, meist ohne Drüsen, oft bestachelt.
    • Nebenblätter dem Blattstiel weit angewachsen.

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Blatt selten auch dreizählig. Chaumont (NE), 8.7.2024 (Muriel Bendel)

    Blättchen unterseits etwas heller. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Nerven auf der Blattunterseite behaart. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Blattoberseite etwas behaart. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Blattstiel hier mit Drüsen. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Zähne einfach, breit, mit aufgesetztem Spitzchen. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Nebenblätter mit zwei divergierenden Zipfeln und Drüsen. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

    Blattspindel bestachelt. Fahrni (BE), 12.6.2026 (Blumenwanderer)

Lebensraum

Kollin und montan. Lehmige, feuchte bis trockene, meist kalkhaltige, nährstoffreiche Böden.
Lichte Laubmischwälder, Waldränder.

Verbreitung

Wissenswertes

  • Als Spreizklimmer kann die Feld-Rose einen “Schleier” über der übrigen Vegetation bilden. Die Zweige bleiben lange grün, die auf dem Boden liegenden Zweige bewurzeln sich.
  • Die Feld-Rose ist eine Halbschattenpflanze und gehört mit der Alpen-Hagrose (Rosa pendulina) zu denjenigen unserer Rosen, die mit den kleinsten Lichtmengen auskommen, doch gedeihen sie beide auch gut im direkten Sonnenlicht.
  • Die Blüten der Feld-Rose verströmen einen sehr schwachen, süsslichen Duft, der oft auch als honigartig beschrieben wird.
  • Die Feld-Rose ist eine wichtige Elternart für eine Reihe von Strauchrosen und Kletterrosen.

Mögliche Verwechslung

die Acker-Rose (Rosa agrestis) besitzt

  • Blattunterseiten mit vielen rotbraunen Drüsen, die bei Reibung schwach nach Apfel duften.
  • Teilblätter, die am Grund keilförmig verschmälert sind; ihr Blattrand ist mehrfach drüsig gesägt.
  • frei oder locker zusammenstehende Griffel; diese meist kahl und keine lange Säule bildend.
  • eine aufrechte Wuchsform als lockerer Strauch mit überhängenden Ästen (bis zu 2 Meter hoch), mit Trieben, die eher starr sind.
  • lange und kahle Blütenstiele mit Blüten, die eher klein (2–4 cm) sind; diese meist weiss oder blassrosa.

Weiterführende Literatur

  • Hegi, G. 1923: Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band IV, 2 Lehmanns Verlag, S. 1000–1002
  • Hess, H.E., et al. 1977: Flora der Schweiz, Band 2. Springer Verlag, S. 445
  • Wagner, G. 2008: Der Rosenkelch und seine Form (Der Gartenbau 18)

Autor*in: Blumenwanderer
Stand: 6. August 2026