Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blütenkörbe klein, 3–4 mm lang, kurz gestielt, in einer ausladenden, pyramidenförmigen Rispe angeordnet.
    • Blütenstandsachse und Stiele der Blütenkörbe kurz behaart.
    • Hüllblätter ± kahl, dachziegelartig angeordnet.
    • Blütenboden kahl.
    • Zungen- und Röhrenblüten gelb.
    • Zungenblüten deutlich (ca. 2 mm) über die Röhrenblüten hinausragend.

    Noch geschlossene Körbchen. Jäissberg (BE), 17.8.2025 (Muriel Bendel)

    Aufblühende Körbchen; Hüllblätter kahl, dachziegelartig angeordnet. Kaiseraugst (AG), 18.8.2025 (Muriel Bendel)

    Körbchen kurz gestielt. 13.9.2015 (francoisealsaker)

    Zungenblüten deutlich über die Röhrenblüten hinausragend. Kaiseraugst (AG), 18.8.2025 (Muriel Bendel)

    Kriechenwil (BE), 30.6.2024 (Muriel Bendel)

  • Früchte

    • Fruchtboden kahl. 
    • Pappus hell beige, rau (nicht federig).
    • Früchte braun.

Vegetative Merkmale

Lebensraum

Auf feuchten bis wechselfeuchten Böden; Ruderalflächen, Flachmoore, Bahndämme, Waldwege, Auen.

Verbreitung

Ursprünglich nordamerikanisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)

  • besitzt in der oberen Hälfte einen deutlich behaarten (nicht kahlen, bereiften) Stängel, 
  • die Zungenblüten sind kaum länger als die Röhrenblüten,
  • die Blattspreiten sind v.a. auf der Unterseite kurz behaart (nicht kahl).

Die Echte Goldrute (Solidago virgaurea) ist

  • deutlich kleiner,
  • besitzt grössere Körbchen in schmalen Rispen,
  • die Zungenblüten sind länger und ragen deutlich über die Röhrenblüten hinaus,
  • der Stängel ist kurz behaart.

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 29. Oktober 2026

Forum

Diskussionen der Community

Mehltaubefall bei Solidago gigantea

An mehreren Standorten im unteren Wynental fallen mir dieser Tage S. gigantea-Individuen auf, die stark von Mehltau befallen sind. Besteht da schon Hoffnung, dass die invasive Art einen Widersacher findet oder ist der Mehltaubefall der speziellen Witterung dieses Sommers geschuldet ("Schönwetterpilz", wie ich irgendwo lese)? Weiss jemand mehr?
Aargau, unteres Wynental, Forst / Waldweg, 550 m ü. M.

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