Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Perigonblätter 6, rosa bis rotviolett, am Grunde röhrenartig zusammenneigend, etwa in der Höhe des Fruchtknotens plötzlich zurückgebogen (aufwärts gerichtet), innerseits am Grund gelb und dort mit kleinem Wulst, der jederseits einen kleinen, abstehenden Zahn bildet.
    • Staubblätter 6, ungefähr halb so lang als die Perigonblätter.
    • Griffel 1, mit 3 kurzen Narben, länger oder kürzer als die Staubblätter.

    Aire-la-Ville (GE), 22.3.2019 (Paul Hürlimann)

    Aire-la-Ville (GE), 22.3.2019 (Paul Hürlimann)

    Aire-la-Ville (GE), 22.3.2019 (Paul Hürlimann)

    Aire-la-Ville (GE), 22.3.2019 (Paul Hürlimann)

    Aire-la-Ville (GE), 22.3.2019 (Paul Hürlimann)

    Chancy (GE), 24.3.2018 (Blumenwanderer)

    Mont Vuache (F), 27.3.2022 (Muriel Bendel)

    Chancy (GE), 24.3.2018 (Blumenwanderer)

    Chancy (GE), 24.3.2018 (Blumenwanderer)

  • Früchte

    3fächrige, ledrige Kapsel, mit vielen Samen in jedem Fach.

    Stabio (TI), 16.3.2021 (Blumenwanderer)

    Mont Vuache (F), 27.3.2022 (Muriel Bendel)

    Mont Vuache (F), 8.4.2023 (Muriel Bendel)

    Mont Vuache (F), 8.4.2023 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

Lebensraum

  • Kollin bis montan. Humose Böden, Waldränder, Gebüsch, Waldlichtungen.

    Chancy (GE), 24.3.2018 (Blumenwanderer)

    Croy (VD), 20.3.2024 (Blumenwanderer)

    In artenreicher Krautschicht. Mont Vuache (F), 28.3.2023 (Blumenwanderer)

    Zusammen mit Scilla bifolia und Primula acaulis wachsend. Stabio (TI), 15.3.2014 (Paul Hürlimann)

    Aire-la-Ville (GE), 22.3.2019 (Paul Hürlimann)

Verbreitung

  • Südliches Europa bis zur Ukraine.
  • In Mitteleuropa kommt die Hundszahnlilie sehr selten vor, ist dagegen am Alpensüdrand z. T. noch verbreitet und ungefährdet.
  • In der Schweiz ist die Hundszahnlilie ursprünglich vom Kanton Genf und aus dem Südtessin bekannt.
  • Verbreitungskarte auf Kew: Plants of the World Online.

Wissenswertes

  • Diese Gattung der Liliengewächse umfasst etwa 30 Arten, wobei fast sämtliche in den gemässigten Breiten Nordamerikas beheimatet sind (Z.B. das schön gelb blühende Erythronium grandiflorum). Einzig die Hundszahnlilie findet sich in Europa.
  • Dieser frühblühende Zwiebelgeophyt hat eine charakteristisch zahnartig gebogene Zwiebel, woher sich auch der Name ableitet.

Mögliche Verwechslung

Keine.

Weiterführende Literatur

  • Hegi, G. 1918: Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band II  Lehmanns Verlag, S. 245–246
  • Hess, H.E., et al. 1977: Flora der Schweiz, Band 1. Springer Verlag, S. 548
  • Käsermann, Ch. 1999: Erythronium dens-canis L. – Hundszahn – Liliaceae. Merkblätter Artenschutz – Blütenpflanzen und Farne.

Autor*in: Blumenwanderer
Stand: 25. Januar 2026