Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Kelchblätter 10–15, rosa bis rot, am Grund verwachsen, drüsenhaarig.
    • Kronblätter 10–15, schmal lanzettlich, dunkelrosa, auf der Aussenseite und an den Spitzen drüsenhaarig, 2,5- bis 4-mal so lang wie die Kelchblätter.
    • Staubblätter doppelt so viele wie Kelch- resp. Kronblätter.
    • Fruchtblätter frei, gleich viele wie Kelch- resp. Kronblätter; Fruchtknoten oberständig, drüsenhaarig, Griffel kahl.

    Zermatt (VS), 11.7.2010 (Muriel Bendel)

    Blütenknospen. Gornergrat (VS), 18.7.2024 (Muriel Bendel)

    Sulwald (BE), 10.7.2022 (Muriel Bendel)

    Abblühend. 27.7.2017 (francoisealsaker)

  • Früchte

    • Balgfrüchte.

    Reifende Früchte. Bussalp (BE), 11.7.2022 (Muriel Bendel)

    Giw, Visperterminen (VS), 17.7.2025 (Muriel Bendel)

    Reife, leere Balgfrüchte. Bernina (GR), 7.10.2025 (Muriel Bendel)

    Fruchtstand. Giw, Visperterminen (VS), 17.7.2025 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform

    • Pflanze mehrjährig, nach der Fruchtreife absterbend (hapaxanth), mit oberirdischen Ausläufern.

    Sulwald (BE), 10.7.2022 (Muriel Bendel)

    27.7.2017 (francoisealsaker)

    Gornergrat (VS), 18.7.2024 (Muriel Bendel)

    Hinteres Lauterbrunnental (BE), 29.7.2016 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Blätter in grundständigen, dichten Rosetten angeordnet.
    • Blattspreite überall dicht drüsenhaarig; hellgrün, vor allem an exponierten Standorten manchmal rot überlaufen.

    Blätter dicht drüsenhaarig. Hinteres Lauterbrunnental (BE), 29.7.2016 (Muriel Bendel)

    Blätter an exponierten Standorten manchmal rot überlaufen. Bernina (GR), 7.10.2025 (Muriel Bendel)

    Hinteres Lauterbrunnental (BE), 29.7.2016 (Muriel Bendel)

    Giw, Visperterminen (VS), 17.7.2025 (Muriel Bendel)

    Giw, Visperterminen (VS), 17.7.2025 (Muriel Bendel)

    Bernina (GR), 7.10.2025 (Muriel Bendel)

    Giw, Visperterminen (VS), 17.7.2025 (Muriel Bendel)

Lebensraum

Auf steinigen, kalkarmen Böden.

Verbreitung

Europäisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 24. August 2022

Forum

Diskussionen der Community

Sempervivum montanum - Farbvariante oder Hybrid?

Im Wallis (nur dort?) kommen gelegentlich Exemplare von Sempervivum montanum vor mit hellgelben Blütenblättern. Diese sehen auf Anhieb recht ähnlich aus wie Hybride der gelbblühenden Arten Sempervivum grandiflorum und Sempervivum wulfenii.

Infoflora weist darauf hin, dass bei der hellgelben Farbvariante von Sempervivum montanum die Staubfäden ebenso hell sind. Bei den Hybriden der beiden gelbblühenden Arten sind sie mehr oder weniger rot oder violett gefärbt. 

Wichtig zu wissen wäre hier, wie weit sich die Areale überhaupt überschneiden: Sempervivum wulfenii fehlt im Wallis, Sempervivum grandiflorum ist dort zwar zu Hause, aber nur ganz am Rand im Zwischenbergtal.

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Sempervivum montanum?

Heute auf der Moosalp im Wallis gesehen. Wegen der Blätter, die dicht drüsenhaarig sind, nehme ich an, dass es sich um Rosetten von Sempervivum montanum handelt. Seid ihr einig?

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