Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüte

    • Stängel einköpfig, Körbchenstiel kraus behaart, Körbchen vor dem Aufblühen nickend, Durchmesser der Körbchen 2–3 cm. 
    • Hüllblätter lang zugespitzt.
    • Zungenblüten weiss, auf der Unterseite selten rosa bis rötlich.
    • Röhrenblüten gelb.

    Aufblühendes Körbchen. Stockhorn (BE), 15.6.2026 (Muriel Bendel)

    Aufblühende Körbchen. Môtiers (NE), 31.5.2025 (Muriel Bendel)

    Stockhorn (BE), 15.6.2026 (Muriel Bendel)

    Binntal (VS), 5.6.2016 (Muriel Bendel)

    Hüllblätter lang zugespitzt. Ravellenfluh (SO), 19.5.2016 (Muriel Bendel)

    Stockhorn (BE), 15.6.2026 (Muriel Bendel)

  • Früchte

    • Hüllblätter zur Fruchtzeit sternförmig ausgebreitet.
    • Fruchtboden kegelförmig, kahl.
    • Früchte (hell)braun, 2–2,5 mm lang, in der oberen Hälfte behaart, nicht geschnäbelt.
    • Pappus rau (nicht gefiedert).

    Eriz (BE), 12.6.2022 (Muriel Bendel)

    Eigergletscher, Grindelwald (BE), 6.7.2026 (Muriel Bendel)

    Männlichen (BE), 11.7.2023 (Muriel Bendel)

    Fruchtboden kegelförmg, kahl. Twingi-Schlucht (VS), 27.10.2019

    Twingi-Schlucht (VS), 27.10.2019

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform

    • Pflanze ausdauernd, 15–30 cm hoch.
    • Stängel aufrecht, nicht beblättert.

    Môtiers (NE), 31.5.2025 (Muriel Bendel)

    Kandersteg, Uschine (BE), 30.9.2021 (francoisealsaker)

    Binntal (VS), 5.6.2016 (Muriel Bendel)

    Binntal (VS), 5.6.2016 (Muriel Bendel)

    Sunnbüel (BE), 28.6.2018 (francoisealsaker)

    Kandersteg (BE), 5.6.2015 (francoisealsaker)

  • Blätter

    • Blätter in einer grundständigen Rosette angeordnet, gestielt. 
    • Blattstiel behaart.
    • Blattspreite verkehrt schmal eiförmig, am Grund allmählich in den Blattstiel verschmälert, Rand buchtig-gesägt bis ganzrandig; Blattzähne stumpf oder mit aufgesetztem Spitzchen; Blattoberseite zerstreut behaart, -unterseite v.a. auf den Nerven kurz behaart, sonst kahl.

    Sunnbüel (BE), 28.6.2018 (francoisealsaker)

    Blattspreite am Grund allmählich in den Stiel verschmälert. Stockhorn (BE), 15.6.2026 (Muriel Bendel)

    Griesalp, Kiental (BE), 28.5.2026 (Muriel Bendel)

    Stockhorn (BE), 15.6.2026 (Muriel Bendel)

    11.6.2022 (Nadline)

    Blattunterseite. Stockhorn (BE), 15.6.2026 (Muriel Bendel)

Lebensraum

Auf kalkreichen, meist feuchten, steinigen Böden in halbschattigen Lagen; Kalkfelsen, Blaugrashalden, Böschungen.

Verbreitung

Europäisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) hat

  • stumpfe (nicht allmählich zugespitzte) Hüllblätter,
  • die Früchte besitzen keinen Pappus.

Bei den Margeriten (Leucanthemum) ist 

  • der Stängel beblättert.

Autor*in: Muriel Bendel, Nadine Zimmermann
Stand: 27. September 2026

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Leucanthemum halleri

Hallo zäme

Letzte Woche habe ich im Lauterbrunnental auf kalkigem Schutt mit regelmässiger Störung nordseits auf knapp 2000 MüM sehr schicke kleine Leucanthemum sp. gesehen. Da folgende Merkmale festzustellen sind:

  • Hüllblätter mit schwarzem Rand
  • Stängelblätter nicht geöhrt, mit +/- 7 Zähnen
  • Grundblätter keilförmig, mit bis zu 5 Zähnen
  • Blätter kahl und fleischig, brüchig

neige ich zu der Annahme, dass es Leucanthemum halleri ist.

Zum Vergleich der Grundblätter konnte eine gleich danebenstehende L. adustum mit beschädigtem Stängel und Blüte, abgelichtet werden.   Beide Arten besiedeln ja die gleichen Lebensräume.

Teilt Ihr meine Einschätzung?

Herzliche Grüsse

Lorenz

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