Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten gestielt, zu (2–)3–6(–7) in einer Traube angeordnet.
    • Blütenstiele und Blütenstandstiel anliegend behaart.
    • Kelchblätter grün, kurz anliegend behaart.
    • Kronblätter gelb, Fahne auf der Innenseite mit rötlichem Streifenmuster; nicht deutlich genagelt → ohne «Fenster» oberhalb des Kelchs.

    Blütenknospen. Riedbode, Zeneggen (VS), 23.5.2026 (Muriel Bendel)

    Leuk (VS), 9.6.2017 (francoisealsaker)

    Krone oberhalb des Kelchs ohne «Fenster». Branson (VS), 16.5.2018 (francoisealsaker)

    Riedbode (VS), 6.7.2023 (Muriel Bendel)

    Blüten in Trauben angeordnet. Riedbode, Zeneggen (VS), 23.5.2026 (Muriel Bendel)

    Fahne auf der Innenseite mit rötlichem Streifenmuster. Riedbode (VS), 6.7.2023 (Muriel Bendel)

    Branson (VS), 16.5.2018 (francoisealsaker)

  • Früchte

    • Hülsen zuerst grün und kurz behaart; bald verkahlend, zur Reifezeit braun oder rötlich, aufgeblasen, geschlossen bleibend.

    Reifende Hülse kurz behaart, bald verkahlend. Riedbode, Zeneggen (VS), 23.5.2026 (Muriel Bendel)

    Reifende Hülse. Riedbode, Zeneggen (VS), 23.5.2026 (Muriel Bendel)

    Reifende, aufgeblasene Hülsen. Leuk (VS), 9.6.2017 (francoisealsaker)

    Hülsen geschlossen bleibend. Leuk (VS), 23.9.2025 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform

    • Pflanze ausdauernd, verholzt, bis zu 2(–3) m hoch.

    Zeneggen (VS), 18.6.2018 (Muriel Bendel)

    Leuk (VS), 9.6.2017 (francoisealsaker)

    Leuk (VS), 9.6.2017 (francoisealsaker)

  • Blätter

    • Blätter wechselständig, gestielt, mit Nebenblättern.
    • Nebenblätter klein, eiförmig.
    • Blattspreite unpaarig gefiedert, mit 3–5 Fiederpaaren.
    • Fiedern oval, ganzrandig, vorne gestutzt oder wenig ausgerandet, mit einer kleinen aufgesetzten Spitze; auf der Unterseite kurz anliegend behaart, auf der Oberseite ± kahl; in der Knospenlage gefaltet.

    Fiedern in der Knospenlage gefaltet. Leuk (VS), 23.9.2025 (Muriel Bendel)

    Fiedern vorne gestutzt oder wenig ausgerandet, mit einer kleinen aufgesetzten Spitze. Riedbode (VS), 6.7.2023 (Muriel Bendel)

    Blattspreite unpaarig gefiedert. Leuk (VS), 23.9.2025 (Muriel Bendel)

    Zeneggen (VS), 27.5.2019 (Muriel Bendel)

    Riedbode, Zeneggen (VS), 23.5.2026 (Muriel Bendel)

    Nebenblätter klein, eiförmig. Riedbode, Zeneggen (VS), 23.5.2026 (Muriel Bendel)

    Fiederoberseite kahl. Leuk (VS), 23.9.2025 (Muriel Bendel)

    Fiederunterseite anliegend behaart. Leuk (VS), 23.9.2025 (Muriel Bendel)

  • Rinde

    • Rinde bei jungen Zweigen kurz und dicht anliegend behaart, manchmal rot überlaufen, bald braun werdend (nicht auffallend zweifarbig gestreift wie bei der Strauchwicke Hippocrepis emerus).

    Junge Zweige dicht anliegend behaart. Riedbode, Zeneggen (VS), 23.5.2026 (Muriel Bendel)

    Rinde braun. Riedbode, Zeneggen (VS), 23.5.2026 (Muriel Bendel)

Verbreitung

Europäisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Die Strauchwicke (Hippocrepis emerus) zeichnet sich durch 

  • kleinere, deutlich genagelte Kronblätter aus (Blüten oberhalb des Kelchs deshalb mit einem «Fenster»),
  • die Blüten sind in Dolden (nicht Trauben) angeordnet,
  • die Fiedern sind vorne stumpf oder etwas zugespitzt (aber nicht ausgerandet oder gestutzt),
  • die Gliederhülsen sind lang und dünn,
  • die Rinde der Zweige ist zuerst grün (seltener rötlich), später auffallend längsrissig mit hellbraunen und dunkel rotbraunen Streifen.

Die Alpenlinse (Astragalus penduliflorus) 

  • hat ebenfalls aufgeblasene Hülsen, sie sind zur Reifezeit aber kurz behaart (nicht kahl) und viel kleiner,
  • die Triebe sind nicht verholzt und 
  • die Blätter besitzen meist mehr Fiederpaare.

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 21. April 2025