Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten zwittrig, gestielt. 
    • Blütenstiel deutlich länger als der Kelch.
    • Kelchblätter 5, zu einer Röhre verwachsen, kahl.
    • Kronblätter 5, weiss oder leicht rosa, vorne tief ausgerandet (dadurch deutlich 2-teilig), mit Nebenkrone.
    • Staubblätter 10.
    • Griffel 3.

    Giw, Visperterminen (VS), 17.7.2025 (Muriel Bendel)

    Zermatt (VS), 11.7.2010 (Muriel Bendel)

    Giw, Visperterminen (VS), 17.7.2025 (Muriel Bendel)

    Maggia (TI), 1.10.2021 (simoncrameri)

    Mattmark (VS), 9.7.2025 (Muriel Bendel)

    Chastè Dadains, Sils/Segl (GR), 5.10.2025 (Muriel Bendel)

  • Früchte

    • Kapsel aufrecht, im Kelch kurz gestielt. 
    • Reife Kapsel sich mit 6 Zähnen öffnend.
    • Samen am Rand ohne Schuppen.

    Reifende Kapsel. Mattmark (VS), 9.7.2025 (Muriel Bendel)

    Reifende, vom Kelch umhüllte Kapsel. Giw, Visperterminen (VS), 17.7.2025 (Muriel Bendel)

    Offene, 6-zähnige Kapsel. Chastè Dadains, Sils/Segl (GR), 5.10.2025 (Muriel Bendel)

    Chastè Dadains, Sils/Segl (GR), 5.10.2025 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ausdauernd, 5–15(–20) cm hoch, kahl.
    • Stängel aufsteigend bis aufrecht, verzweigt.

    Hinteres Lauterbrunnental (BE), 3.7.2005 (Muriel Bendel)

    Zermatt (VS), 5.7.2021 (simoncrameri)

  • Blätter

    • Blätter gegenständig, sitzend, ohne Nebenblätter.
    • Blattspreite breit lanzettlich bis lanzettlich, ganzrandig.

Lebensraum

Auf offenen, kiesigen bis sandigen, trockenen, kalkarmen Böden.

Verbreitung

Westeuropäisch-skandinavisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Beim Kleinen Strahlensamen (Silene pusilla / Heliosperma pusillum) sind die Kronblätter vorne stumpf 4-zähnig (nicht deutlich 2-teilig), die Blätter sind schmaler und die Samen besitzen einen Rand aus eng stehenden, winzigen Schuppen. 


Das auf den ersten Blick ähnliche Kriechende Gipskraut (Gypsophila repens) hat keine Nebenkrone, seine Kapseln öffnen sich mit 4 Zähnen.


Die Steinbrech-Felsennelke (Petrorhagia saxifraga) besitzt Kelchschuppen, 4-zähnige Kapselfrüchte und deutlich schmalere (linealische) Blätter.

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 13. Dezember 2024

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Herzliche Einladung zur Expediton!

Vom Rhein-Ufer zu den Urgesteinskuppen des Südschwarzwalds
Gemeinsam mit der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft.

Der Begriff "Expedition" bezeichnet eine Exkursion in ein Gebiet, das auch der Exkursionsleitung noch nicht bekannt ist. Das gemeinsame Abenteuer soll die Vernetzung unter Botanikinteressierten fördern und Spass machen. Die Expedition ist offen für alle, gratis und jede Person ist am Expeditionstag auf eigene Verantwortung unterwegs. Diesmal wird der Schwarzwald bei Bad Säckingen erkundet. Geologisch besteht der Schwarzwald aus granitischem und somit kalkfreiem Grundgebirge, was im Kontrast angrenzenden kalkhaltigen Mittelland und Jura steht. Ein Ziel der Expedition ist, diesen Kontrast auch floristisch ausfindig zu machen.

Datum: Samstag, 25. April 2026

Anreise (z. B.): 09:10 ab Zürich HB, 09:59 an Stein-Säckingen, Bahnhof

Treffpunkt: 10:00 auf dem Platz vor dem Bahnhof Stein-Säckingen

Route: Die Expedition startet mit der Unterquerung der Autobahn, die uns ans Schweizer Rheinufer führt. Rheinaufwärts spazierend halten wir Ausschau nach den letzten Frühblühern ev. vorhandener fragmentarischer Auenvegetation. Über die historische Holzbrücke queren wir die Landesgrenze und erreichen die Altstadt von Bad Säckingen, wo wir in der Kopfsteinpflasterung nach botanischen Entdeckungen suchen. Nördlich der Wohngebiete tauchen wir in den geschlossenen Wald ein. Hier schnuppern wir echte Schwarzwaldluft und untersuchen die floristischen Unterschiede zu unseren gewohnten Mittellandwäldern. Entlang des Gewerbebachs und vorbei an einem Wildgehege führt uns der Weg stetig bergauf. Unser Ziel ist der Röthenkopf (510 m ü. M.). In den dort anstehenden Gneisfelsen suchen wir nach Nordischem Streifenfarn, bewundern spezialisierte Silikatfels-Moose und halten Ausschau nach dem auf Google Earth verzeichneten, malerischen Föhren-Eichenwäldchen. Der Rückweg erfolgt z.B. über den Bergsee und die Dreiweiher.

Je nach Gruppendynamik und Gewächs am Wegrand werden wir schneller oder langsamer unterwegs sein. Picknick an einem schönen Plätzchen. Rückreise individuell.

Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/BnGIPGNpBJCNFQ8c

Ich freue mich drauf! Vielen Dank auch für die sehr hilfreiche Beratung zur Findung des Expeditionsziels in dieser Forum-Diskussion.

Herzliche Grüsse

Dani

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