Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten einzeln, vor dem Aufblühen nickend. 
    • Kelchblätter 2, beim Öffnen der Blüte abfallend.
    • Kronblätter 4. 
    • Staubblätter zahlreich.
    • Fruchtknoten kugelig bis länglich-keulenförmig, kahl oder mit zerstreuten oder dicht stehenden Borstenhaaren, ohne Griffel, Narben sternförmig auf der Oberseite des Fruchtknotens angeordnet.
  • Früchte

    • Kapselfrüchte.
    • Zur Zeit der Samenreife sich mit Löchern unterhalb der Narbenstrahlen öffnend (Klatsch-Mohn Papaver rhoeas als Salzstreuer-Vorbild!)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ein- bis zweijährig oder ausdauernd.
    • Mit Milchsaft: frischer Milchsaft weiss oder gelb; getrocknet gelblich, bräunlich oder rot.
    • Stängel einfach oder verzweigt

Weiterführende Literatur

Bomble, F.W. & Jagel, A. 2016: Papaver – Mohn-Arten in Nordrhein-Westfalen. Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 7: 237–266
https://www.botanik-bochum.de/jahrbuch/Pflanzenportraet_Papaver.pdf

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 17. Mai 2023

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Diskussionen der Community

Ein gelber Mohn in den Alpen… aber vermutlich nicht der gelbblühende Rätische Alpen-Mohn

Herzlichen Dank, Kilian, für die tollen Fotos des Alpen-Mohns (Papaver alpinum aggr.), dein Beitrag kommt zur goldrichtigen Zeit! :-)

Kürzlich hätte ich gerne den gelbblühenden Mohn auf dem Bernina-Pass Rätischer Alpen-Mohn (Papaver aurantiacum = Oreomecon alpina) genannt... aber ich hab mich einmal mehr verschlüsselt und bin bei widersprüchlichen Merkmalen steckengeblieben (Höhe der Pflanzen, Länge und Form der Kapseln, Behaarung der Blätter, Anzahl Narbenstrahlen sind sehr unterschiedlich und deshalb kaum als Merkmale zu gebrauchen; und ob die Narbenstrahlen nun wirklich weit herablaufen kann ich nicht beurteilen). Mit den Fotos des Alpen-Mohns vom Brienzergrat als Vergleich scheint es aber klarer:

Der gelbblühende Mohn am Wegrand am Lago Bianco aufm Bernina scheint mir nicht näher mit dem Kollegen auf dem Brienzergrat verwandt, sondern der verwilderte Altaische Mohn (Papaver croceum = Oreomecon crocea) zu sein. Als belastbarste Merkmale könnten die dunklen Haare auf den Kapseln und Blütenstiele herhalten (zumindest jetzt im Sommer) – beim Alpen-Mohn (Papaver alpinum aggr.) sind sie weiss.

Stimmt diese Bestimmung? Und welche Merkmale aus der Auswahlsendung in den Schlüsseln und Beschreibungen braucht ihr, um den seltenen Alpen-Mohn (Papaver alpinum aggr.) vom verwilderten Altaischen Mohn (Papaver croeum) zu unterscheiden?

Bin sehr froh um Mohn-Nachhilfe! Und würde mich natürlich freuen, wenn ich mit der Bestimmung falsch liege und es doch der Alpen-Mohn wäre...
Herzliche Grüsse, Muriel

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Une nouveauté pour la Suisse : Papaver confine ?

Bonjour à toutes et à tous,

Je me suis récemment penché sur mes collections de coquelicots en remarquant que j'avais mal identifié la plupart d'entre elles. C'est pour cela que j'ai essayé de me faire l’œil sur ceux qui poussaient autour de chez moi. Une première collection, avec des fleurs de petite taille, se trouvait être Papaver lecoqii, une espèce jusqu'alors inconnue de cette zone. Je me rappelais alors d'une autre station où des coquelicots poussaient et je pensais qu'il s'agissait de Papaver dubium par son latex blanc à l'écoulement. Je suis retourné plus tard sur la station pour tenter de le faire sécher sur un papier afin d'illustrer le wiki et quelle ne fut pas ma surprise quand le latex se montra d'un rouge vif donné comme typique de Papaver confine, une espèce encore apparemment jamais signalée en Suisse.

Quel est votre avis sur cette découverte ?

Observation iNaturalist :

https://www.inaturalist.org/observations/163491041

Littérature :

http://db.plantentuinmeise.be/DUMORTIERA/DUM_119/Dum_119_3-24_Papaver_dubium.pdf
https://www.botanik-bochum.de/jahrbuch/Pflanzenportraet_Papaver.pdf

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