Morphologie

Generative Merkmale

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform

    • Schnellwüchsig, bis > 50 m hoch.

    Gurten (BE), 1.12.2024 (Muriel Bendel)

    Lörwald, Uettigen (BE), 21.12.2024 (Muriel Bendel)

  • Zweige

    • Junge Zweige dicht braun borstig behaart.

    Reichenbachwald (BE), 2.4.2023 (Muriel Bendel)

  • Nadeln

    • Nadeln immergrün, einzeln stehend, weich, flach, Oberseite grün, Unterseite mit zwei weissen Streifen (Stomata-Bändern), Spitze stumpf oder leicht zugespitzt, Rand glatt.
    • Nadeln spiralig angeordnet, nur an Schattenzweigen manchmal ± gescheitelt (vermeintlich zweizeilig) erscheinend, sonst ± radial angeordnet.
    • Ansatzstelle der Nadeln am Zweig mit kurzem, braunem «Sockel» (Nadelpolster oder Nadelkissen) → abgefallene Nadeln hinterlassen die kurzen sockel-förmigen Gebilde und eine ovale Narbe. 
    • Entnadelte Zweige etwas struppig.
    • Zerriebene Nadeln duften angenehm nach Zitrusfrüchten.

    Zweigoberseite. 10.1.2017 (francoisealsaker)

    Zweigunterseite. 10.1.2017 (francoisealsaker)

    Nadeln stumpf. Reichenbachwald (BE), 2.4.2023 (Muriel Bendel)

    Zweigunterseite. Bremgartenwald (BE), 26.3.2023 (Muriel Bendel)

    Zweigunterseite. Bremgartenwald (BE), 26.3.2023 (Muriel Bendel)

    Die Ansatzstellen der Nadeln hinterlassen auf dem Zweig kurze, braune «Sockel». Reichenbachwald (BE), 2.4.2023 (Muriel Bendel)

  • Rinde

    • Rinde von jungen Bäumen mit zahlreichen Harzbeulen, die sich leicht aufdrücken lassen.
    • Rinde von älteren Bäumen längsrissig, rotbraun bis dunkelbraun, mit helleren Rissen.
    • Harz nach Zitrone/Zitrusfrüchten duftend.

    Reichenbachwald (BE), 9.3.2025 (Muriel Bendel)

    Reichenbachwald (BE), 9.3.2025 (Muriel Bendel)

    Lörwald, Uettigen (BE), 27.3.2025 (Muriel Bendel)

    Lörwald, Uettligen (BE), 14.7.2024 (Muriel Bendel)

    Gurten (BE), 1.12.2024 (Muriel Bendel)

    Lörwald, Uettligen (BE), 21.12.2024 (Muriel Bendel)

    Büschiwald, Köniz (BE), 3.9.2024 (Muriel Bendel)

    Ulmizberg Köniz (BE), 21.8.2024 (Muriel Bendel)

Verbreitung

  • Westliches Nordamerika.
  • CH: Angepflanzt und Naturverjüngung.

Mögliche Verwechslung

Die Nadeln der Tanne (Abies alba) duften zerrieben angenehm aromatisch/harzig (aber nicht nach Zitrusfrüchten), sie sind an der Spitze stark ausgerandet bis gespalten, am Grund scheibenartig verbreitert und hinterlassen auf dem Zweig eine runde, glatte Narbe. Die reifen, aufrechten Zapfen zerfallen nach der Reife auf dem Baum (fallen nicht als Ganzes ab).

Weiterführende Infos

waldwissen.net
https://www.waldwissen.net/assets/FVA/Waldwirtschaft/Artensteckbriefe_2.0/Douglasie.pdf 


Godet, J.-D.2011: Baumrinden vergleichen und bestimmen. Ulmer

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 1. Dezember 2024

Forum

Diskussionen der Community

2x "Tanne": same same but different

Sind Zapfen vorhanden, ist das Baum-Rätsel schnell gelöst. Ohne Zapfen (oder Überbleibsel davon) sehen sich die beiden Nadelbäume doch recht ähnlich...

Oben: Tanne/Weisstanne (Abies alba) > Nadeln an der Spitze ausgerandet bis gespalten, Ansatzstelle am Zweig scheibenartig verbreitert ("Haftfüsschen")

Unten: Gewöhnlich Douglasie (Pseudotsuga menziesii) > Nadeln an der Spitze stumpf oder leicht zugespitzt, Ansatzstelle am Zweig mit einem kurzen, braunen "Sockel" (Nadelpolster oder Nadelkissen)

Weitere Infos im Wiki.

zur Diskussion

Herzliche Einladung zur Expediton!

Vom Rhein-Ufer zu den Urgesteinskuppen des Südschwarzwalds
Gemeinsam mit der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft.

Der Begriff "Expedition" bezeichnet eine Exkursion in ein Gebiet, das auch der Exkursionsleitung noch nicht bekannt ist. Das gemeinsame Abenteuer soll die Vernetzung unter Botanikinteressierten fördern und Spass machen. Die Expedition ist offen für alle, gratis und jede Person ist am Expeditionstag auf eigene Verantwortung unterwegs. Diesmal wird der Schwarzwald bei Bad Säckingen erkundet. Geologisch besteht der Schwarzwald aus granitischem und somit kalkfreiem Grundgebirge, was im Kontrast angrenzenden kalkhaltigen Mittelland und Jura steht. Ein Ziel der Expedition ist, diesen Kontrast auch floristisch ausfindig zu machen.

Datum: Samstag, 25. April 2026

Anreise (z. B.): 09:10 ab Zürich HB, 09:59 an Stein-Säckingen, Bahnhof

Treffpunkt: 10:00 auf dem Platz vor dem Bahnhof Stein-Säckingen

Route: Die Expedition startet mit der Unterquerung der Autobahn, die uns ans Schweizer Rheinufer führt. Rheinaufwärts spazierend halten wir Ausschau nach den letzten Frühblühern ev. vorhandener fragmentarischer Auenvegetation. Über die historische Holzbrücke queren wir die Landesgrenze und erreichen die Altstadt von Bad Säckingen, wo wir in der Kopfsteinpflasterung nach botanischen Entdeckungen suchen. Nördlich der Wohngebiete tauchen wir in den geschlossenen Wald ein. Hier schnuppern wir echte Schwarzwaldluft und untersuchen die floristischen Unterschiede zu unseren gewohnten Mittellandwäldern. Entlang des Gewerbebachs und vorbei an einem Wildgehege führt uns der Weg stetig bergauf. Unser Ziel ist der Röthenkopf (510 m ü. M.). In den dort anstehenden Gneisfelsen suchen wir nach Nordischem Streifenfarn, bewundern spezialisierte Silikatfels-Moose und halten Ausschau nach dem auf Google Earth verzeichneten, malerischen Föhren-Eichenwäldchen. Der Rückweg erfolgt z.B. über den Bergsee und die Dreiweiher.

Je nach Gruppendynamik und Gewächs am Wegrand werden wir schneller oder langsamer unterwegs sein. Picknick an einem schönen Plätzchen. Rückreise individuell.

Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/BnGIPGNpBJCNFQ8c

Ich freue mich drauf! Vielen Dank auch für die sehr hilfreiche Beratung zur Findung des Expeditionsziels in dieser Forum-Diskussion.

Herzliche Grüsse

Dani

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