Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten zu 1–2(–3) angeordnet, einseitswendig.
    • Blätter im Blütenstand ± so lang wie der Blütenstiel und damit deutlich kleiner als die Stängelblätter.
    • Kelch kurz behaart, 2-lippig (Oberlippe aus 1 helmförmigen Kelchzahn, Unterlippe aus 4 Kelchzähnen bestehend); am Grund auf der Unterseite deutlich ausgebuchtet.
    • Krone hellgelb bis gelblichgrün, auf der Aussenseite behaart.
    • Oberlippe gespalten, ihre Hälften zur Unterlippe gebogen → Oberlippe deshalb scheinbar fehlend und Unterlippe 5-lappig (Gattungsmerkmal).
    • Staubblätter 4, deutlich aus der kurzen Kronröhre herausragend, Staubfäden rötlich bis violett, Staubbeutel orange.

    9.7.2017 (francoisealsaker)

    Combe Tabeillon (JU), 4.8.2024 (Muriel Bendel)

    Oberhofen (BE), 14.7.2024 (Maria Merz)

    Grandval (BE), 25.6.2023 (Muriel Bendel)

    6.8.2010 (wolfgang bischoff)

  • Früchte

    • Fruchtstand einseitswendig.
    • Kelch am Grund deutlich ausgebuchtet.
    • Reife Samen braun, rundlich, Oberfläche faltig bis fein grubig.

    Combe Tabeillon (JU), 4.8.2024 (Muriel Bendel)

    Frienisberg (BE), 27.9.2023 (Muriel Bendel)

    Hub b. Krauchthal (BE), 17.8.2018 (Muriel Bendel)

    Fruchtstand einseitswendig. Klosteralp, Krauchthal (BE), 1.1.2025 (Muriel Bendel)

    Kelch am Grund auf der Unterseite ausgebuchtet. Ostermundigeberg (BE), 29.11.2023 (Muriel Bendel)

    Fruchtstand und reife, braune Teilfrüchte. Oberhofen (BE), 21.12.2024 (Maria Merz)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ausdauernd, mit unterirdischen Ausläufern, 30–60 cm hoch.
    • Stängel aufrecht; abstehend behaart, mit einfachen Haaren und kurz gestielten Drüsenhaaren.

    30.6.2017 (francoisealsaker)

    8.7.2017 (francoisealsaker)

    9.7.2017 (francoisealsaker )

    Stängel abstehend behaart. Ostermundigeberg (BE), 29.11.2023 (Muriel Bendel)

    Stängel absehend behaart. Bantiger (BE), Klosteralp, Krauchthal (BE), 1.1.2025 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Blätter gegenständig, ohne Nebenblätter, dunkelgrün, sommergrün, gestielt.
    • Blattspreite eiförmig bis schmal eiförmig, am Grund herzförmig, gekerbt bis stumpf gezähnt, auffallend runzelig, auf beiden Seiten behaart.
    • Zerriebene Blätter etwas unangenehm duftend.

    Frienisberg (BE), 27.9.2023 (Muriel Bendel)

    Ostermundigeberg (BE), 29.11.2023 (Muriel Bendel)

    Combe Tabeillon (JU), 4.8.2024 (Muriel Bendel)

    Grauholz, Bolligen (BE), 30.4.2025 (Muriel Bendel)

    Bantiger (BE), 1.1.2025 (Muriel Bendel)

    Grauholz, Bolligen (BE), 30.4.2025 (Muriel Bendel)

    Blattunterseite. Grauholz, Bolligen (BE), 30.4.2025 (Muriel Bendel)

Lebensraum

Auf kalkarmen bis sauren Böden in halbschattigen Lagen; Säume, Wegränder, Waldränder, lichte Wälder. 

Verbreitung

Europäisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Der meist kleiner wüchsige Knoblauch-Gamander (Teucrium scordium) besitzt sitzende, zerrieben nach Knoblauch duftende Blätter, die Blätter im Blütenstand sind deutlich länger als die Blüten, der Kelch ist ± regelmässig 5-zähnig.

Der Aufrechte Ziest (Stachys recta) besitzt eine helmförmige Oberlippe, die Unterlippe ist rötlich bis violett gepunktet oder gesprenkelt, seine Blätter sind schmal lanzettlich bis lanzettlich und ± sitzend.

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 22. Dezember 2024

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Herzliche Einladung zur Expediton!

Vom Rhein-Ufer zu den Urgesteinskuppen des Südschwarzwalds
Gemeinsam mit der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft.

Der Begriff "Expedition" bezeichnet eine Exkursion in ein Gebiet, das auch der Exkursionsleitung noch nicht bekannt ist. Das gemeinsame Abenteuer soll die Vernetzung unter Botanikinteressierten fördern und Spass machen. Die Expedition ist offen für alle, gratis und jede Person ist am Expeditionstag auf eigene Verantwortung unterwegs. Diesmal wird der Schwarzwald bei Bad Säckingen erkundet. Geologisch besteht der Schwarzwald aus granitischem und somit kalkfreiem Grundgebirge, was im Kontrast angrenzenden kalkhaltigen Mittelland und Jura steht. Ein Ziel der Expedition ist, diesen Kontrast auch floristisch ausfindig zu machen.

Datum: Samstag, 25. April 2026

Anreise (z. B.): 09:10 ab Zürich HB, 09:59 an Stein-Säckingen, Bahnhof

Treffpunkt: 10:00 auf dem Platz vor dem Bahnhof Stein-Säckingen

Route: Die Expedition startet mit der Unterquerung der Autobahn, die uns ans Schweizer Rheinufer führt. Rheinaufwärts spazierend halten wir Ausschau nach den letzten Frühblühern ev. vorhandener fragmentarischer Auenvegetation. Über die historische Holzbrücke queren wir die Landesgrenze und erreichen die Altstadt von Bad Säckingen, wo wir in der Kopfsteinpflasterung nach botanischen Entdeckungen suchen. Nördlich der Wohngebiete tauchen wir in den geschlossenen Wald ein. Hier schnuppern wir echte Schwarzwaldluft und untersuchen die floristischen Unterschiede zu unseren gewohnten Mittellandwäldern. Entlang des Gewerbebachs und vorbei an einem Wildgehege führt uns der Weg stetig bergauf. Unser Ziel ist der Röthenkopf (510 m ü. M.). In den dort anstehenden Gneisfelsen suchen wir nach Nordischem Streifenfarn, bewundern spezialisierte Silikatfels-Moose und halten Ausschau nach dem auf Google Earth verzeichneten, malerischen Föhren-Eichenwäldchen. Der Rückweg erfolgt z.B. über den Bergsee und die Dreiweiher.

Je nach Gruppendynamik und Gewächs am Wegrand werden wir schneller oder langsamer unterwegs sein. Picknick an einem schönen Plätzchen. Rückreise individuell.

Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/BnGIPGNpBJCNFQ8c

Ich freue mich drauf! Vielen Dank auch für die sehr hilfreiche Beratung zur Findung des Expeditionsziels in dieser Forum-Diskussion.

Herzliche Grüsse

Dani

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