Schoenoplectus lacustris

See-Flechtbinse, Seeried, Gemeine Teichbinse, Seebinse

(Zihlkanal, Marin-Epagnier (NE), 27.5.2026; Muriel Bendel)

Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blütenstand scheinbar seitenständig, vom aufgerichteten Hochblatt überragt.
    • Tragblätter braun, glatt oder selten nur auf dem Mittelnerv mit wenigen roten Pünktchen (= kleinen, flachen Warzen).
    • Blüten zwittrig, vorweiblich (die Narben reifen vor den Staubbeuteln).
    • Staubblätter 3.
    • Narben 3.

    Aufgerichtetes Hochblatt den Blütenstand überragend. Zihlkanal, Marin-Epagnier (NE), 27.5.2026 (Muriel Bendel)

    Tragblätter braun, glatt. Zihlkanal, Marin-Epagnier (NE), 27.5.2026 (Muriel Bendel)

    Blüten vorweiblich: Die Staubbeutel reifen nach den Narben. Zihlkanal, Marin-Epagnier (NE), 27.5.2026 (Muriel Bendel)

    Hochblatt hier bereits braun verfärbt und sich deshalb deutlich vom Stängel abgrenzend. Zihlkanal, Marin-Epagnier (NE), 27.5.2026 (Muriel Bendel)

    30.7.2010 (wolfgang bischoff)

  • Frucht

    • Frucht leicht abgeflacht und stumpf 3-kantig, 2,5–3 mm lang.

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanzen ausdauernd, mit kriechendem Rhizom, 1,5–2,5(–3) m über die Wasseroberfläche ragend.
    • Stängel grün, rund, glatt, markig, 1–1,5 cm dick.

    Verlandungszone mit See-Flechtbinse. Murten (BE), 11.7.2025 (Muriel Bendel)

    Zihlkanal, Marin-Epagnier (NE), 27.5.2026 (Muriel Bendel)

    Stängel markig. Zihlkanal, Marin-Epagnier (NE), 27.5.2026 (Muriel Bendel)

    Geschnittene See-Flechtbinsen. Murten (FR), 11.7.2026 (Muriel Bendel)

Lebensraum

In stehenden oder langsam fliessenden Gewässern; Verlandungszonen.

Verbreitung

Eurasiatisch-afrikanisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Bei der Tabernaemontanus' Flechtbinse (Schoenoplectus tabernaemontani) sind

  • die Stängel grau- bis blaugrün (nicht satt grün) und meist weniger hoch (kaum > 1,5 m über Wasseroberfläche ragend),
  • die Blüten besitzen 2 Narben und
  • die Tragblätter sind auch auf der Fläche rot punktiert,
  • die Früchte sind linsenförmig (nicht stumpf 3-kantig) und etwas kleiner (2–2,5 mm lang).

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 6. September 2026

Forum

Bilder aus der Community

Diskussionen der Community

Wasserlinsen: Size (and shape) matter

Der grüne Teppich in einem kleinen Seitenarm der Aare bei Rubigen (BE) bestand bei genauem Hingucken aus unterschiedlichen “Linsen”-Arten – aus der Kleinen Wasserlinse (Lemna minor), der neophytischen Winzigen Wasserlinse (Lemna minuta) und der Teichlinse (Spirodela polyrhiza).
Ebenfalls farblich assortiert und unverfänglich: Schilf (Phragmites australis) und die See-Flechtbinse (Schoenoplectus lacutris).

Wenn ich "nur" 1 Wasserlinsen(Lemna-)Art finde, hab ich mir auch schon den Kopf zerbrochen (ist sie nun einfach klein, oder doch schon winzig?) – kommen sie zusammen vor, ist es einfacher. Die Winzige Wasserlinse (Lemna minuta) ist deutlich kleiner als die Kleine Wasserlinse (Lemna minor); Zwischenformen haben bislang gefehlt.

Fotos der beiden Wasserlinsen-Arten (die gern im Aggregat Lemna minor aggr. zusammengefasst werden) und der Teichlinse hier:

zur Diskussion