Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten gestielt, zu (1–)2–3(–4) in Dolden angeordnet.
    • Blütenstiel kürzer oder knapp so lang wie der Kelch.
    • Kelch grün oder rot überlaufen; v.a. an der Spitze sehr kurz behaart, sonst kahl.
    • Kronblätter gelb, lang genagelt (oberhalb des Kelchs deshalb mit einem «Fenster»), Fahne vor dem Aufblühen an der Spitze oft rötlich.

    Caslano (TI), 17.2.2026 (Muriel Bendel)

    Blütenknospe. Gorges du Seyon (NE), 1.4.2025 (Muriel Bendel)

    Blütenknospen. Mazembroz (VS), 22.3.2024 (Muriel Bendel)

    25.3.2016 (wolfgang bischoff)

    Ittigen (BE), 26.3.2024 (francoisealsaker)

    Oensingen (SO), 22.5.2016 (francoisealsaker)

    Biel (BE), 2022 (Muriel Bendel)

    Blüten kurz gestielt. 25.3.2016 (wolfgang bischoff)

    Drei, in einer Dolde angeordnete Blüten. Caslano (TI), 31.3.2026 (Muriel Bendel)

    Gorges de l'Areuse (NE), 4.5.2024 (Muriel Bendel)

    Klöntal (GL), 28.8.2017 (Muriel Bendel)

  • Früchte

    • Reife Gliederhülsen ± hängend, zwischen den Samen wenig eingeschnürt, in 7–10 mm lange Stücke zerfallend.
    • Reife Samen braun, zylindrisch, 4–5 mm lang.

    Reifende Früchte. Ermitage, Neuchâtel (NE), 12.5.2024 (Muriel Bendel)

    Reifende, rötlich überlaufene, hängende Gliederhülsen. Ermitage, Neuchâtel (NE), 12.5.2024 (Muriel Bendel)

    Reifende, zwischen den Samen leicht eingeschnürte Gliederhülsen. Roche de Chatollion, St-Blaise (NE), 7.6.2024 (Muriel Bendel)

    Letztjährige, hängende Gliederhülsen. Roche de Chatollion, St-Blaise (NE), 14.3.2024 (Muriel Bendel)

    St-Blaise (NE), 14.3.2024 (Muriel Bendel)

    Reife Gleiderhülsen und Samen. Ermitage, Neuchâtel (NE), 13.3.2026 (Muriel Bendel)

    Reife Samen. Ermitage, Neuchâtel (NE), 13.3.2026 (Muriel Bendel)

    Samen 4–5 mm lang. Mont d'Orge (VS), 20.3.2026 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform

    • Kleiner, bis 150(–200) cm hoher Strauch.
    • Junge Zweige grün (seltener rötlich), kantig, kurz und zerstreut behaart, später verkahlend.

    25.3.2016 (wolfgang bischoff)

    25.3.2016 (wolfgang bischoff)

    Guévaux (FR), 16.4.2011 (wolfgang bischoff)

    Sion (VS), 17.4.2011 (wolfgang bischoff)

    St-Ursanne (JU), 9.5.2016 (Muriel Bendel)

    Lopper (NW), 26.4.2025 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Blätter wechselständig, gestielt, mit Nebenblättern.
    • Blattspreite unpaarig gefiedert, mit 3–4(–5) Fiederpaaren.
    • Fiedern sehr kurz gestielt, in der Knospenlage nach oben zusammengefaltet, breit lanzettlich; grün, ohne hellen knorpeligen Rand, Mittelnerv auf der Unterseite bei jungen Fiedern meist rot; junge Blätter meist spärlich behaart, später verkahlend.

    Junge Fiedern in der Knospenlage nach oben zusammengefaltet. Mazembroz (VS), 22.3.2024 (Muriel Bendel)

    St-Blaise (NE), 14.3.2024 (Muriel Bendel)

    Biel (BE), 22.8.2015 (francoisealsaker)

    Blätter gestielt. Caslano (TI), 31.3.2026 (Muriel Bendel)

    Gorges de l'Areuse (NE), 4.5.2024 (Muriel Bendel)

  • Knospen und Rinde

    • Rinde zuerst grün, bald längsrissig, hell-dunkel maseriert, später einfarbig hellbraun.

    4.3.2011 (wolfgang bischoff)

    Lyss (BE), 3.3.2024 (Muriel Bendel)

    Lyss (BE), 3.3.2024 (Muriel Bendel)

    Lyss (BE), 3.3.2024 (Muriel Bendel)

    Lyss (BE), 3.3.2024 (Muriel Bendel)

    Roche de Chatollion, St-Blaise (NE), 14.3.2024 (Muriel Bendel)

    Roche de Chatollion, St-Blaise (NE), 14.3.2024 (Muriel Bendel)

Lebensraum

Auf relativ trockenen Böden in warmen Lagen; Hecken, Waldränder, lichte Wälder.

Verbreitung

Westeuropäisch-mediterran.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Der Blasenstrauch (Colutea arborescens) besitzt 

  • grössere, höchstens undeutlich genagelte Blüten (→ deshalb oberhalb des Kelchs ohne «Fenster»), 
  • in Trauben (nicht in Dolden) angeordnete Blüten, 
  • zur Reifezeit deutlich aufgeblasene Hülsen,
  • vorne gestutzte oder leicht ausgerandete Fiedern,
  • eine einfarbig braune Rinde.

Die Berg-Kronwicke (Coronilla coronata) hat

  • 10–20 Blüten pro Dolde,
  • längere Blütenstiele (2–3-mal so lang wie der Kelch),
  • oberseits grüne, unterseits etwas glauke Fiederblätter mit grünem (kaum knorpeligem) Rand,
  • deutlich eingeschnürte Hülsen mit 4 stumpfen Kanten,
  • meist bald abfallende, oben freie Nebenblätter, die ⅓–½ so lang sind wie die untersten Fiedern,
  • eine Wuchshöhe von nur 30–50 cm.

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 21. April 2025

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26. April 2025: Expedition an den Lopper

Liebe Botanikinteressierte

Gerne laden wir euch zur Expedition von Daniel Hepenstrick ein!

Der Begriff "Expedition" bezeichnet eine Exkursion in ein Gebiet, das auch der Exkursionsleitung noch nicht bekannt ist. Das gemeinsame Abenteuer soll die Vernetzung unter Botanikinteressierten fördern und Spass machen. Die Expedition ist offen für alle, gratis und jede Person ist am Expeditionstag auf eigene Verantwortung unterwegs. Diesmal wird der Lopper erkundet. Der schroffe zwischen Vierwaldstätter- und Alpnachersee gelegene Kalkhügel lockt mit einem vielversprechenden Mosaik aus Buchen-, Eichen-, Föhren- und Lindenwäldern. Die Expedition ist diesmal auch Teil des Exkursionsprogramms der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft.

Datum: Samstag, 26. April 2025.
Anreise (z. B.): 09:10 ab Zürich HB, 09:57 ab Luzern, 10:13 an Stansstad
Treffpunkt: 10:15 auf dem Platz vor dem Bahnhof Stansstad.

Route: Die Expedition startet botanisch langweilig. Der Autobahn entlang, dann unten durch und 1 km auf dem Ufersteg. Diese weitgehend horizontale Strecke bietet Raum, um sich gegenseitig kennenzulernen. Nach einem ersten Abzweiger in trockenen Turinermeister-Lindenmischwald kehren wir auf den Uferweg zurück und spazieren nochmals knapp 1 km westwärts. Schliesslich verlassen wir die Lopperstrasse und erkunden die Flora an einer südexponierte Kalkfelsplatte. In gemächlicher Steigung geht es dann auf einem Schottersträsschen durch verschiedene Waldgesellschaften wieder ostwärts. Die frühlingshafte Saumvegetation der Wegböschungen wird wohl noch nicht in voller Blüte sein, dafür das eine oder andere vegetative Rätsel bieten. Auf 557 m ü. M. verabschieden sich allfällige sportlich ambitionierte Expeditionsteilnehmende über den Loppergrat Richtung Hergiswil. Der Rest der Gruppe wandert botanisch hoffnungsvoll in Richtung der prähistorischen Lopperburg weiter und steigt schliesslich durch eine Trockenwiese nationaler Bedeutung im Getöse der Autobahn ab und kehrt nach Stansstad zurück. Je nach Gruppendynamik und Gewächs am Wegrand werden wir schneller oder langsamer unterwegs sein. Picknick an einem schönen Plätzchen. Rückreise individuell.

Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/BnGIPGNpBJCNFQ8c

Wir freuen uns auf das Abenteuer und eure Teilnahme!

Beste Grüsse
Simon Gysi

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