Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blütenstiele etwas länger als die Blüten.
    • Blüten weiss.
    • Fruchtknoten unterständig.

    Hub b. Krauchthal (BE), 11.8.2025 (Muriel Bendel)

    (Th. Stirnemann)

    Hub b. Krauchthal (BE), 11.8.2025 (Muriel Bendel)

    Hub b. Krauchthal (BE), 11.8.2025 (Muriel Bendel)

  • Früchte

    • Früchte zweiknotig, kahl, bei der Reife in zwei braune, auf der Oberfläche fein runzelige Teilfrüchtchen zerfallend.

    Fruchtstand mit reifenden, weisslichen Früchten. Bonfol (JU), 29.8.2024 (Muriel Bendel)

    Fruchtstand mit reifen, braunen Früchten. Bonfol (JU), 29.8.2024 (Muriel Bendel)

    Reife, braune Frucht, Oberfläche der Teilfrüchtchen fein runzelig. Bonfol (JU), 29.8.2024 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ausdauernd, sommergrün, 40–100 cm; kahl, selten kurzhaarig (siehe «Systematik»).
    • Stängel aufrecht, selten aufsteigend; rund und mit vier undeutlichen Längsrippen, kahl oder selten kurzhaarig.
    • Unter dem Blattquirl ohne ringförmigen Haarkranz.

    (Th. Stirnemann)

    Hub b. Krauchthal (BE), 25.7.2019 (francoisealsaker)

    7.6.2019 (francoisealsaker)

    Unter dem Blattquirl kahl (ohne ringförmigen Haarkranz). Hub b. Krauchthal (BE), 11.8.2025 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Blätter lanzettlich, über oder in der Mitte am breitesten; einnervig mit feinem Adernetz; mittlere Blätter zu 6–8 im Quirl; Blattoberseite grün oder etwas glauk, Blattunterseite glauk; Blattrand rau (fein gesägt).

    Hub b. Krauchthal (BE), 17.8.2018 (Muriel Bendel)

    (Thomas Stirnemann)

    Combe de Pilouvi (NE), 27.7.2022 (Muriel Bendel)

    Stängel selten kurz behaart. Hub b. Krauchthal (BE), 11.8.2025 (Muriel Bendel)

    Olten Chutzenflue (SO), 29.5.2023 (Muriel Bendel)

    Bois de l'Hôpital, Neuchâtel (NE), 12.5.2024 (Muriel Bendel)

Systematik

Behaarte Formen des Wald-Labkrauts (Galium sylvaticum) werden in der «Illustrierten Flora von Mitteleuropa» («Hegi», Band VI Teil 1, Seite 210) als f. pubescens beschrieben:
«Stängel und Zweige unterseits dicht kurzhaarig, nach oben ± verkahlend. Laubblätter unterseits auf den Nerven behaart. (Selten)».

In der «Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol» (Fischer, Oswald, Adler, 2008) werden die behaarten Formen var. pubescens genannt. 

Lebensraum

Laub- oder Laubmischwälder, Waldränder.

Mögliche Verwechslung

Kleine, noch nicht blühende Pflanzen können mit dem Waldmeister (Galium odoratum) verwechselt werden, der aber grüne Blätter, einen kantigen, kahlen Stängel und direkt unter dem Blattquirl einen ringförmigen Haarkranz aufweist.

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 2. September 2024

Forum

Diskussionen der Community

Galium sylvaticum?

Bei der Gattung bin ich mir sicher, nicht aber bei der Art. Meine zwar, alles richtig gemacht zu haben, danke aber trotzdem für einen Hinweis. Die Makroaufnahme der Blüte ist von August 2021, alle anderen Bilder von heute Nachmittag.
Aargau, unteres Wynental, Westseite, 510 m, Wegrand im Mischwand

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Herzliche Einladung zur Expediton!

Vom Rhein-Ufer zu den Urgesteinskuppen des Südschwarzwalds
Gemeinsam mit der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft.

Der Begriff "Expedition" bezeichnet eine Exkursion in ein Gebiet, das auch der Exkursionsleitung noch nicht bekannt ist. Das gemeinsame Abenteuer soll die Vernetzung unter Botanikinteressierten fördern und Spass machen. Die Expedition ist offen für alle, gratis und jede Person ist am Expeditionstag auf eigene Verantwortung unterwegs. Diesmal wird der Schwarzwald bei Bad Säckingen erkundet. Geologisch besteht der Schwarzwald aus granitischem und somit kalkfreiem Grundgebirge, was im Kontrast angrenzenden kalkhaltigen Mittelland und Jura steht. Ein Ziel der Expedition ist, diesen Kontrast auch floristisch ausfindig zu machen.

Datum: Samstag, 25. April 2026

Anreise (z. B.): 09:10 ab Zürich HB, 09:59 an Stein-Säckingen, Bahnhof

Treffpunkt: 10:00 auf dem Platz vor dem Bahnhof Stein-Säckingen

Route: Die Expedition startet mit der Unterquerung der Autobahn, die uns ans Schweizer Rheinufer führt. Rheinaufwärts spazierend halten wir Ausschau nach den letzten Frühblühern ev. vorhandener fragmentarischer Auenvegetation. Über die historische Holzbrücke queren wir die Landesgrenze und erreichen die Altstadt von Bad Säckingen, wo wir in der Kopfsteinpflasterung nach botanischen Entdeckungen suchen. Nördlich der Wohngebiete tauchen wir in den geschlossenen Wald ein. Hier schnuppern wir echte Schwarzwaldluft und untersuchen die floristischen Unterschiede zu unseren gewohnten Mittellandwäldern. Entlang des Gewerbebachs und vorbei an einem Wildgehege führt uns der Weg stetig bergauf. Unser Ziel ist der Röthenkopf (510 m ü. M.). In den dort anstehenden Gneisfelsen suchen wir nach Nordischem Streifenfarn, bewundern spezialisierte Silikatfels-Moose und halten Ausschau nach dem auf Google Earth verzeichneten, malerischen Föhren-Eichenwäldchen. Der Rückweg erfolgt z.B. über den Bergsee und die Dreiweiher.

Je nach Gruppendynamik und Gewächs am Wegrand werden wir schneller oder langsamer unterwegs sein. Picknick an einem schönen Plätzchen. Rückreise individuell.

Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/BnGIPGNpBJCNFQ8c

Ich freue mich drauf! Vielen Dank auch für die sehr hilfreiche Beratung zur Findung des Expeditionsziels in dieser Forum-Diskussion.

Herzliche Grüsse

Dani

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