Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten einzeln oder zu 2.
    • Blütenknospen vor dem Aufblühen nickend.
    • Kelchblätter 5, mit einfachen Haaren und Drüsenhaaren, mit einer kurzen aufgesetzten Grannenspitze.
    • Kronblätter 5, vorne ausgerandet, 6–10 mm lang, rund 2x so lang wie die Kelchblätter, meist lila bis hellviolett, selten weiss.
    • Staubblätter 10, alle mit Staubbeuteln.
    • Blüten vormännlich: Staubbeutel vor den Narben reifend.

    Nickende Blütenknospen. Chambrelien (NE), 30.7.2026 (Muriel Bendel)

    Bern (BE), 22.5.2016 (wolfgang bischoff)

    Bern (BE), 22.5.2016 (wolfgang bischoff)

    Ferenberg (BE), 26.4.2025 (francoisealsaker)

    Guevaux (VD), 16.4.2011 (wolfgang bischoff)

    Sursee (LU), 13.5.2021 (scrameri)

    Sursee (LU), 13.5.2021 (scrameri)

    Gränichen (AG), 19.10.2022 (Th. Stirnemann)

    Gränichen (AG), 19.10.2022 (Th. Stirnemann)

    Blüten vormännlich: Staubbeutel vor den Narben reifend (rechts). Chambrelien (NE), 30.7.2026 (Muriel Bendel)

    Fleur hypochrome. Renan (BE), 25.06.2020 (Nicolas Schwab)

    Weiss blühende Form. Unteres Wynental (AG), 5.2023 (Thomas Stirnemann)

  • Früchte

    • Unterster, verdickter Teil der Früchte anliegend behaart, ohne Querrunzeln.
    • Verlängerter Schnabel kurz behaart.

    Reifende Frucht. Allmendingen b. Bern (BE), 24.7.2024 (Muriel Bendel)

    Reife Frucht. Allmendingen b. Bern (BE), 24.7.2024 (Muriel Bendel)

    Gränichen (AG), 19.10.2022 (Th. Stirnemann)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze zwei- bis wenigjährig.
    • Stängel mit kurzen und längeren Haaren. 

    Gränichen (AG), 19.10.2022 (Th. Stirnemann)

    16.4.2017 (francoisealsaker)

    Kandersteg (BE), 1.6.2018 (francoisealsaker)

  • Blätter

    • Stängelblätter gegenständig. 
    • Blätter gestielt, mit Nebenblättern. 
    • Blattspreite im Umriss rund, bis zur Mitte oder etwas tiefer (aber nicht bis fast zum Grund) gespalten.
    • Blattstiel 1,5–2 mm im Durchmesser; mit kurzen, ± gleich langen Drüsenhaaren (Köpfchen nicht rot) und kurzen, zurückgekrümmten bis abstehenden Haaren und teilweise mit längeren, bis 1,5 mm langen Borstenhaaren.

    16.4.2017 (francoisealsaker)

    Guevaux (VD), 16.4.2011 (wolfgang bischoff)

    Sursee (LU), 13.5.2021 (scrameri)

    Chambrelien (NE), 30.7.2026 (Muriel Bendel)

    Nebenblätter breit dreieckig. Oberhofen (BE), 24.6.2025 (Maria Merz)

Verbreitung

Europäisch-mediterran.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Der Weiche Storchschnabel (Geranium molle) besitzt rosa Kronblätter, +- kahle Früchte mit Querrunzeln und meist wechselständige Stängelblätter.

Beim Kleinen Storchschnabel (Geranium pusillum) ist der Stängel kurz behaart, die Kronblätter sind nur bis 4 mm lang und damit ca. gleich lang wie die Kelchblätter.

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 21. Oktober 2022

Forum

Diskussionen der Community

Geranium

Aus demselben Raps-Acker bei Behringen SH. Das verlockende FV-Merkmal „Blattbuchten mit/ohne zuführendem Nerv“ funktioniert leider nur halbwegs: G. dissectum und pusillum wären mit, G. columbinum ohne und zu G. pyrenaicum steht nichts. Ich sehe bei allen zuführende Nerven. :( 

Oder schau ich falsch?

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Geranium pyrenaicum

Weiss blühender Geranium pyrenaicum ist mir bisher nicht begegnet. In “Hegi” finde ich keinen Hinweis auf weiss blühende Arten bei Geranium. Zuchtform (weisser G. pyrenaicum “album” wird in Webshops angeboten)?
Unteres Wynental, Waldrand, 520 m.ü.M., angrenzend an etwas höher liegendes Rapsfeld. Am Standort auch mehrere Stickstoffzeiger, u.a. massenhaft Urtica dioica.

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Geranium pyrenaicum oder doch molle?

Solitäre Pflanze am Wegrand, keine weiteren Exemplare in der Nähe. Vermute zuerst G. pyrenaicum, aufgrund des zarten und weichen Habitus ziehe ich auch G. molle in Betracht. Der Frucht fehlen allerdings die Querrunzeln (Binz 2022 Abb. 411/6). Also doch “nur” ein G. pyrenaicum?
Danke für einen Hinweis!
Aargau, Gränichen, Nordhang, Wegrand, 450 m

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Januar-Frühblüher

Die Botanik-Saison ist eröffnet, zumindest ein ganz klein wenig :-)
Ende Januar fit und munter und an einer nordexponierten, alten Mauer in Bern bereits in Blüte: Der Gelbe Lerchensporn (Corydalis lutea).

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Modische Frisur bei Geranium sanguineum

Diese Erfahrung haben sicher alle naturinteressierten und fotografierenden Personen schon gemacht:  zuhause am Computer entdeckt man in der Vergrösserung Details, die einem im Feld nicht aufgefallen sind. Ich machte kürzlich solch eine spannende Entdeckung.  Ich bin immer auf der Suche nach der Schönheit in eher unauffälligen, kleinen Dingen. Z. B. faszinieren mich verblühte Pflanzen und Fruchtstände.  So fotografierte ich verblühte Geranium sanguineum. Beim genauen Betrachten dieser Schönheit fiel mir auf, dass nicht alle Kelchblätter gleich stark behaart sind.  Bei nur einer Pflanze kann das ja Zufall sein, oder bereits verlorene Haare. Da aber G. sanguineum in meinem Garten wächst, konnte ich die Erscheinung bei mehreren Blüten von verschiedenen  Pflanzen kontrollieren. Immer dasselbe Bild: 2 Blätter ganz kahl, 2 Blätter stark und lang  behaart, 1 Blatt halbe/halbe. 

Ist das Phänomen bekannt und kommt es auch bei anderen Geranium-Arten vor?

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