Morphologie

Generative Merkmale

  • Sori

    • Sori auf der Unterseite der Abschnitte der fertilen Blätter in 2 kontinuierlichen, langen Reihen angeordnet.
    • Schleier lang, auf der Aussenseite der Sori angewachsen; zuerst weiss und die Sori bedeckend, später braun und zurückgeschlagen.

    Unterseite eines fertilen Wedels, Sori von den weisslichen Schleiern bedeckt. 31.5.2018 (francoisealsaker)

    Reifende Sori, Schleier weisslich. 20.6.2018 (francoisealsaker)

    Längenbühl (BE), 18.8.2023 (Muriel Bendel)

    Reife Sori. Hürital (SZ), 13.8.2024 (Muriel Bendel)

    22.5.2018 (francoisealsaker)

    22.5.2018 (francoisealsaker)

    Fertile Wedel nicht überwinternd. Löhrwald, Wohlen bei Bern (BE9, 26.10.2025 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform

    • Pflanzen ausdauernd, in Rosetten wachsend; (20–)30–50 cm hoch, selten höher.

    21.6.2016 (francoisealsaker)

    20.6.2018 (francoisealsaker)

    Oberhünigen (BE), 18.6.2020 (francoisealsaker)

    Rossweid, Sörenberg (LU), 22.7.2019 (francoisealsaker)

    Eriz (BE), 23.7.2015 (wolfgang bischoff)

    23.6.2019 (francoisealsaker)

    In Rosetten wachsend. 20.6.2018 (francoisealsaker)

    Zugerberg (ZG), 5.8.2013 (Muriel Bendel)

    Meikirch (BE), 20.2.2019 (francoisealsaker)

  • Blätter

    • Sterile und fertile Blätter unterschiedlich (dimorph):
      • Sterile Blätter zuerst aufrecht, bald schräg abstehend, später dem Boden aufliegend; Blattspreiten wintergrün, etwas ledrig, Oberseite dunkelgrün; schmal lanzettlich, zum Grund allmählich verschmälert, Blattstiel kurz; Blattspreiten fiederschnittig, beidseits mit 30–60 symmetrischen, ganzrandigen, schmalen (3–5 mm breiten) Abschnitten.
      • Fertile Blätter in der Mitte der Rosette steif aufrecht, oft länger als die sterilen Blätter; zuerst grün, zur Zeit der Sporenreife braun, nicht überwinternd; schmal lanzettlich, zum Grund allmählich verschmälert, Blattstiel relativ lang (bis zu 20 cm); Blattspreiten fiederschnittig, beidseits mit 30–60 symmetrischen, ganzrandigen, sehr schmalen (1–2 mm breiten) Abschnitten.

    Blattspreite zum Grund allmählich verschmälert. 22.5.2018 (francoisealsaker)

    Oberseite von sterilen (links) und fertilen (rechts) Wedeln. 22.5.2018 (francoisealsaker)

    Unterseite von sterilen (links) und fertilen (rechts) Wedeln. 22.5.2018 (francoisealsaker)

    20.6.2018 (francoisealsaker)

    Fertile Wedel in der Mitte der Rosette steif aufrecht wachsend. Rossweid, Sörenberg (BE), 22.7.2019 (francoisealsaker)

    Überwinternde, sterile Wedel. Löhrwald, Wohlen bei Bern (BE), 1.4.2021 (francoisealsaker)

    Steriler Wedel. Längenbühl (BE), 18.8.2023 (Muriel Bendel)

    Wintergrüner, steriler Wedel mit Schnee. Bantiger (BE), 5.1.2026 (Muriel Bendel)

  • Rosetten

    Meikirch (BE), 18.2.2021 (francoisealsaker)

Lebensraum

Auf sauren Böden in luftfeuchten (regen- oder schneereichen) Lagen, v.a. auf Rohhumus; Nadel- und Mischwälder, seltener in Zwergstrauchheiden und auf Weiden. 

Verbreitung

Europäisch-westasiatisch-nordwestamerikanisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Der Lanzenfarn (Polystichum lonchitis) besitzt einfach gefiederte Blattspreiten mit breiteren, am Grund deutlich symmetrischen, gezähnten Fiedern. 

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 20. Januar 2026

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Farnpirsch im Hürital (SZ/UR)

Die heutige Suche nach dem Zierlichen Wimperfarn (Woodsia pulchella) im Hürital (SZ/UR) blieb leider erfolglos (wir waren für die Überprüfung von mehr als 10 Jahre alten Fundmeldungen unterwegs) – aber es tauchten unzählige andere Farne auf, die uns für das Gekraxel mehr als belohnten. 

Konkret fanden wir diese 21 Arten (sowie evtl. den Alpen-Wurmfarn Dryopteris expansa; der Schuppige Wurmfarn Dryopteris affinis ist vielleicht mit mehreren Taxa vertreten):

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