Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten gestielt, nickend, in Trauben angeordnet.
    • Blütenknospen kahl bis dicht behaart.
    • Perigonblätter 6, zurückgerollt; purpurn, rosa, sehr selten weiss; dunkel punktiert.
    • Staubblätter6, Staubbeutel rot.
    • Fruchtknoten oberständig, aus 3 Fruchtblättern bestehend.
    • Tragblätter 2, hellgrün.

    Nickende Blütenknospen, Tragblätter hellgrün. Töss, 6.2021 (Nadline)

    Gondoschlucht (VS), 16.6.2022 (Muriel Bendel)

    Blütenknospen. Ravellenfluh (SO), 19.5.2022 (Muriel Bendel)

    Blütenknospen. Ravellenfluh (SO), 19.5.2022 (Muriel Bendel)

    2.7.2019 (francoisealsaker)

    Töss, 6.2021 (Nadline)

    Perigonblätter hellrosa. Töss, 6.2021 (Nadline)

    29.6.2018 (francoisealsaker)

    Lauterbrunnental (BE), 3.7.2005 (Muriel Bendel)

    Blüten in lockeren Trauben angeordnet; Blütenstand von unten nach oben öffnend. Töss, 6.2021 (Nadline)

    Evolène (VS), 29.7.2012 (wolfgang bischoff)

    Hinteres Lauterbrunnental (BE), 29.7.2016 (Muriel Bendel)

    3.8.2013 (francoisealsaker)

    Sehr selten weiss blühend. Gental (BE), 11.7.2016 (Heinz Germann)

    Gental (BE), 4.7.2020 (Heinz Germann)

  • Früchte

    • 3-fächerige; zuerst nickende, bald aufrechte Kapseln. 
    • Reife Samen hellbraun, flach, schmal geflügelt.

    Fruchtknoten zuerst nickend. Iffigenfall, Lenk (BE), 29.7.2025 (Muriel Bendel)

    Combe du Pilouvi (NE), 27.7.2022 (Muriel Bendel)

    Aufrechte, reifende Kapseln. 7.2022 (Nadline)

    Reifende, aufrechte Kapseln. Gasterntal (BE), 18.7.2025 (Muriel Bendel)

    12.9.2016 (francoisealsaker)

    Reife, sich öffnende Kapsel. Preda (GR), 8.10.2025 (Muriel Bendel)

    Reife, offene Kapsel. Iffigenfall, Lenk (BE), 29.9.2025 (Muriel Bendel)

    Kapsel 3-fächerig. Iffigenfall, Lenk (BE), 29.9.2025 (Muriel Bendel)

    Iffigenfall, Lenk (BE), 29.9.2025 (Muriel Bendel)

    Reife Samen. Iffigenfall, Lenk (BE), 29.9.2025 (Muriel Bendel)

    Kapsel(resten) im nächsten Frühling. St-Blaise (NE), 30.3.2025 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform

    • Pflanzen ausdauernd, zwiebelbildend, bis über 100 cm hoch.
    • Stängel am Grund mit lanzettlichen Niederblättern.

    Stängel am Grund mit Niederblättern. St-Blaise (NE), 30.3.2025 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Blätter sitzend; quirlständig, unterste und oberste Blätter aber wechselständig.
    • Blattspreite (breit) lanzettlich, parallelnervig, Oberseite dunkelgrün, Unterseite heller.
    • Blattrand fein knorpelig oder papillös.

    (Mai, 2022; Nadline)

    Belpberg (BE), 27.4.2025 (Muriel Bendel)

    10.5.2018 (francoisealsaker)

    22.5.2016 (francoisealsaker)

    Ravellenfluh (SO), 19.5.2022 (Muriel Bendel)

    Gondoschlucht (VS), 16.6.2022 (Muriel Bendel)

    Blattoberseite. St-Blaise (NE), 30.3.2025 (Muriel Bendel)

    Blattunterseite. Belpberg (BE), 27.4.2025 (Muriel Bendel)

    Blattrand fein knorpelig oder papillös. St-Blaise (NE), 30.3.2025 (Muriel Bendel)

    Blattunterseite, Rand papillös. Preda (GR), 8.10.2025 (Muriel Bendel)

Lebensraum

Meist auf kalkreichen Böden; Wälder, seltener Hochstaudenfluren oder Bergwiesen.

Verbreitung

Eurasiatisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Autor*in: Nadine Zimmermann, Muriel Bendel
Stand: 27. März 2025

Forum

Diskussionen der Community

Lilium martagon mit flaumigen Blütenkopf

Hoi zusammen

Beim Aufblühen von Lilium martagon gibt es Formen, die einen flaumigen Blütenkopf bilden. Sind das Gallen oder Pilzbefall?

Auf infoflora gibt es zwei Fotos dazu das 8.&9. Bild. Sie sind beide von Françoise Alsaker.

https://www.infoflora.ch/de/flora/lilium-martagon.html

Danke für eure Rückmeldung.

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Lupentest oder einfach ein perfektes Beispiel für "papillös"

Oft ist ein konkretes Beispiel gäbiger als eine komplizierte Erklärung.
Mir geht es beim Begriff "papillös" so:
Aktuell lässt sich dieser Begriff beim blühenden Bärlauch (Allium ursinum) wunderbar live betrachten: Die Blütenstiele (nicht die Stängel) sind dicht mit kleinen Ausstülpungen (= Papillen) bedeckt (zumindest bei der in hiesigen Gefilden wachsenden Unterart subsp. ursinum). 

Und die offizielle Definition von "papillös" lautet so, 1:1 aus der Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein, Südtirol (2008):
"mit sehr kleinen, nur mit der Lupe sichtbaren Erhebungen oder Ausstülpungen (= Papillen); oft an Blatträndern". 

Falls es für die Papillen des Bärlauchs bald zu spät ist: Der Schopfige Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) besitzt dicht papillöse Gliederhülsen.

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