Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blütenstand aus einem endständigen Köpfchen mit mehreren sitzenden, dicht stehenden Ährchen.
    • Hochblätter meist 3, den Blütenstand weit überragend.
    • Ährchen abgeflacht.
    • Tragblätter gelblich oder hellbraun, fast durchsichtig (→ die reifen, dunklen Früchte schimmern deshalb durch); Rückenstreifen grün; vorne stumpf, seltener kurz zugespitzt.
    • Staubblätter 3.
    • Narben 2, lang, fadenförmig.

    Der Blütenstand wird von den Hochblättern deutlich überragt. Magadino (TI), 12.7.2018 (Muriel Bendel)

    Die Hochblätter überragen den Blütenstand deutlich. Arth-Goldau (SZ), 8.8.2011 (wolfgang bischoff)

    Arch (BE), 29.8.2025 (Muriel Bendel)

    Blütenstand aus sitzenden Ährchen. Arch (BE), 29.8.2025 (Muriel Bendel)

    Ascona (TI), 28.8.2026 (Marc Henzi)

    Ährchen abgeflacht, Tragblätter gelblich bis hellbraun mit grünem Rückenstreifen. Allmendingen b. Bern (BE), 7.10.2025 (Marc Henzi)

    Tragblätter vorne stumpf, seltener kurz zugespitzt. Allmendingen b. Bern (BE), 7.10.2025 (Marc Henzi)

  • Früchte

    • Reife Nüsschen gut 1 mm im Durchmesser
    • Während der Reifung verändern sich Form und Farbe stark, deshalb finden sich in der Literatur recht verschiedene Beschreibungen: Was als kleines, weissliches Scheibchen beginnt, entwickelt sich über eine gelbliche, gelbbraune Linse zu einem fast kugeligen, beinahe schwarzen und glänzenden Nüsschen.

    2 lange, fadenförmige Narben, Allmendingen b. Bern (BE), 7.10.2025 (Marc Henzi)

    Früchte verschiedener Reifestufe, Allmendingen b. Bern (BE), 7.10.2025 (Marc Henzi)

    Reife Früchte bikonvex, glänzend, sehr dunkel braun. Allmendingen b. Bern (BE), 7.10.2025 (Marc Henzi)

    Die reifen, braunen Früchte lassen sich bereits durch die hellen Tragblätter erkennen. Allmendingen b. Bern (BE), 25.8.2026 (Muriel Bendel)

    Reife Frucht braun, deutlich kürzer als das Tragblatt, mit 2 Narben. Allmendingen b. Bern (BE), 4.9.2026 (Muriel Bendel)

    Reife, trockene Früchte dunkelbraun bis schwarz. Allmendingen b. Bern (BE), 4.9.2026 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanzen einjährig, (2–)3–20 cm hoch.
    • Einzeln oder meist büschelig wachsend.
    • Stängel stumpf 3-kantig.

    Meist büschelig wachsend; Tenero (TI), 22.9.2026 (Marc Henzi)

    Tenero (TI), 22.9.2026 (Marc Henzi)

    Die Pflanze kann sehr klein sein. Allmendingen b. Bern (BE), 7.10.2025 (Marc Henzi)

    Allmendingen b. Bern (BE), 12.8.2026 (Muriel Bendel)

    In einer überschwemmten Fahrrille wachsende Pflanze. Allmendingen b. Bern (BE), 25.8.2026 (Muriel Bendel)

    Stängel stumpf 3-kantig. Allmendingen b. Bern (BE), 25.8.2026 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Blätter ca. 1–3 mm breit, deutlich kürzer als der Stängel.
    • Blattoberseite rinnig, -unterseite leicht gekielt; vereinzelt borstig zusammengefaltet, zur Fruchtzeit teilweise verdorrt.

    Blätter schmal, hier knapp 1,5 mm breit. Allmendingen b. Bern (BE), 25.8.2026 (Muriel Bendel)

    Blattunterseite leicht gekielt. Allmendingen b. Bern (BE), 25.8.2026 (Muriel Bendel)

Lebensraum

Offene, zeitweilig überflutete Stellen. An Ufern von Tümpel und Gräben. Vor allem an Wegrändern bei Trittstellen und in Fahrrillen; Nanocyperion.

Verbreitung

Weltweit verbreitet, besonders tropisch-subtropisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Beim Schwarzbraunen Zypergras (Cyperus fuscus) sind

  • die Tragblätter auf der Seite rotbraun → deshalb erscheinen die Ährchen deutlich 2-farbig und viel dunkler, 
  • der Stängel ist scharf (nicht stumpf) 3-kantig.
  • die Blätter sind breiter (bis 5 mm) und länger, 
  • der Blütenstand umfasst oft zusätzliche gestielte Köpfchen,
  • die reifen Früchte sind gelblich (nicht dunkel braun), 
  • Narben 3 (nicht 2).
  • Cyperus fuscus - Cyperus flavescens

    Links das Gelbliche Zypergras (Cyperus flavescens), rechts das Schwarzbraune Zypergras (Cyperus fuscus). Arth-Goldau (SZ), 8.8.2011 (wolfgang bischoff)

    Cyperus flavescens (hell) und Cyperus fuscus (dunkel). Ascona (TI), 28.8.2026 (Marc Henzi)

Autor*in: Marc Henzi, Muriel Bendel
Stand: 3. September 2026

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Reisfeld mit allem

Reisfelder und andere Kulturen sind immer mal wieder für Überraschungen gut. 

Ein wilder Arten-Mix und eine hohe "Unkraut"-Dichte, welche dem Reis zu Leibe rückt(e), gibts oder gabs bei diesem Reisfeld:

Am Rand wuchsen

Und für mich 2 neue Arten:

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