Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten kurz gestielt, zu (2–)3–6 in kurzgestielten, einseitswenigen Trauben angeordnet.
    • Kelch v.a. auf den Nerven abstehend behaart; grün, oft rot bis violett überlaufen.
    • Kronen hellviolett bis lila mit dunklen Nerven, nach dem Abblühen bräunlich; sehr selten rein weiss.

    Blütenknospen. Könizbergwald (BE), 11.5.2025 (Muriel Bendel)

    Bern (BE), 11.4.2014 (wolfgang bischoff)

    24.5.2010 (Muriel Bendel)

    Ligerz (BE), 2.5.2016 (Muriel Bendel)

    27.4.2016 (francoisealsaker)

    Hub b. Krauchthal (BE), 11.8.2025 (Muriel Bendel)

    Kelch zerstreut behaart, ... Könizbergwald (BE), 11.5.2025 (Muriel Bendel)

    ... oder nur auf den Kanten behaart. Bern (BE), 28.4.2025 (Muriel Bendel)

    Tüscherz (BE), 15.5.2023 (Muriel Bendel)

    Blüten sehr selten rein weiss. Oberhofen (BE), 10.4.2025 (Maria Merz)

  • Früchte

    • Hülsen; grün, zur Reifezeit braun.
    • Reife Samen kugelig, 4 mm im Durchmesser; braun, meist dunkel gesprenkelt.

    Reifende, grüne Hülsen. Belpberg (BE), 6.6.2025 (Muriel Bendel)

    Reifende, noch grüne Hülsen. Chaumont (NE), 8.7.2024 (Muriel)

    Belpberg (BE), 6.6.2025 (Muriel Bendel)

    Reife, braune Hülsen. Belpberg (BE), 6.6.2025 (Muriel Bendel)

    Lopper (NW), 30.6.2025 (Muriel Bendel)

    Reife Hülsen. Bern (BE), 4.7.2024 (Muriel Bendel)

    Hub b. Krauchthal (BE), 11.8.2025 (Muriel Bendel)

    Offene Hülsen und reife Samen. Oberhofen (BE), 1.11.2024 (Maria Merz)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ausdauernd.
    • Stängel kantig.

    27.4.2016 (francoisealsaker)

    Bern (BE), 28.4.2025 (Muriel Bendel)

    Chaumont (NE), 8.7.2024 (Muriel Bendel)

    Ligerz (BE), 2.5.2016 (Muriel Bendel)

    Stängel kantig. Bern (BE), 18.4.2025 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Blätter wechselständig, kurz gestielt.
    • Nebenblätter auf der Unterseite mit dunklen extrafloralen Nektarien.
    • Blattspreite paarig gefiedert, mit 4–7 Fiederpaaren; Fiedern eiförmig bis oval, vorne stumpf mit einer aufgesetzten Stachelspitze, auf der Oberseite zerstreut, auf der Unterseite meist dichter behaart.
    • Endranke meist verzweigt.

    Chaumont (NE), 8.7.2024 (Muriel Bendel)

    Blattspreite paarig gefiedert, ... Bern (BE), 18.4.2025 (Muriel Bendel)

    ... mit Endranke. Bern (BE), 18.4.2025 (Muriel Bendel)

    Endranke meist verzweigt. Schosshaldewald Bern (BE), 1.5.2024 (Muriel Bendel)

    Verzweigte Endranke. Bern (BE), 18.4.2025 (Muriel Bendel)

    Fieder eiförmig bis oval. Könizbergwald (BE), 11.5.2025 (Muriel Bendel)

    Fieder stumpf, mit kleiner aufgesetzter Spitze. Bern (BE), 18.4.2025 (Muriel Bendel)

    Fiederunterseite. Bern (BE), 18.4.2025 (Muriel Bendel)

    Nebenblätter mit extrafloralen Nektarien. 28.5.2015 (francoisealsaker)

    Tüscherz (BE), 15.5.2023 (Muriel Bendel)

    Bern (BE), 18.4.2025 (Muriel Bendel)

    Bern (BE), 18.4.2025 (Muriel Bendel)

    Bern (BE), 18.4.2025 (Muriel Bendel)

    Extraflorales Nektarium. Bern (BE), 18.4.2025 (Muriel Bendel)

Verbreitung

Eurasiatisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Bei der rosa blühenden Futter-Wicke (Vicia sativa) stehen die (meist zu 2 angeordneten) Blüten direkt in den Blattachseln (und bilden keine Traube mit einem gemeinsamen Blütenstandstiel).

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 15. April 2025

Forum

Diskussionen der Community

Eine pingelige Sache: extraflorale Nektarien bei Wachtelweizen-Arten

Auf winzige Pünktchen kommt es an: Mehrere Wachtelweizen-(Melampyrum-)Arten bilden auf ihren Tragblättern im Blütenstand kleine, punktförmige Drüsen, die eine zuckerhaltige Flüssigkeit absondern. Da dieser Nektar nicht in den Blüten gebildet wird, spricht man von sog. "extrafloralen" Nektarien (extra- für "ausserhalb von" und floral für "Blüte").

Am besten sind diese Pünktchen auf den Tragblättern des Acker-Wachtelweizens (Melampyrum arvense) zu sehen: Die Nektarien sind dunkel und zahlreich – und werden gerne von Ameisen besucht, die vom süssen Nektar naschen.

Der Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense) hingegen scheint mit seinen extrafloralen Nektarien sehr spärlich umzugehen und bildet nur 1–3 gut getarnte, farblose bis grünliche Drüsen pro Tragblatt. 

Infos zur Gattung Wachtelweizen und zu allen fünf Arten im Wiki.

Bei anderen Pflanzenarten sind die extrafloralen Nektarien auffälliger (und vermutlich bekannter), z.B. bei

Unten ein paar Fotos dazu.

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Herzliche Einladung zur Expediton!

Vom Rhein-Ufer zu den Urgesteinskuppen des Südschwarzwalds
Gemeinsam mit der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft.

Der Begriff "Expedition" bezeichnet eine Exkursion in ein Gebiet, das auch der Exkursionsleitung noch nicht bekannt ist. Das gemeinsame Abenteuer soll die Vernetzung unter Botanikinteressierten fördern und Spass machen. Die Expedition ist offen für alle, gratis und jede Person ist am Expeditionstag auf eigene Verantwortung unterwegs. Diesmal wird der Schwarzwald bei Bad Säckingen erkundet. Geologisch besteht der Schwarzwald aus granitischem und somit kalkfreiem Grundgebirge, was im Kontrast angrenzenden kalkhaltigen Mittelland und Jura steht. Ein Ziel der Expedition ist, diesen Kontrast auch floristisch ausfindig zu machen.

Datum: Samstag, 25. April 2026

Anreise (z. B.): 09:10 ab Zürich HB, 09:59 an Stein-Säckingen, Bahnhof

Treffpunkt: 10:00 auf dem Platz vor dem Bahnhof Stein-Säckingen

Route: Die Expedition startet mit der Unterquerung der Autobahn, die uns ans Schweizer Rheinufer führt. Rheinaufwärts spazierend halten wir Ausschau nach den letzten Frühblühern ev. vorhandener fragmentarischer Auenvegetation. Über die historische Holzbrücke queren wir die Landesgrenze und erreichen die Altstadt von Bad Säckingen, wo wir in der Kopfsteinpflasterung nach botanischen Entdeckungen suchen. Nördlich der Wohngebiete tauchen wir in den geschlossenen Wald ein. Hier schnuppern wir echte Schwarzwaldluft und untersuchen die floristischen Unterschiede zu unseren gewohnten Mittellandwäldern. Entlang des Gewerbebachs und vorbei an einem Wildgehege führt uns der Weg stetig bergauf. Unser Ziel ist der Röthenkopf (510 m ü. M.). In den dort anstehenden Gneisfelsen suchen wir nach Nordischem Streifenfarn, bewundern spezialisierte Silikatfels-Moose und halten Ausschau nach dem auf Google Earth verzeichneten, malerischen Föhren-Eichenwäldchen. Der Rückweg erfolgt z.B. über den Bergsee und die Dreiweiher.

Je nach Gruppendynamik und Gewächs am Wegrand werden wir schneller oder langsamer unterwegs sein. Picknick an einem schönen Plätzchen. Rückreise individuell.

Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/BnGIPGNpBJCNFQ8c

Ich freue mich drauf! Vielen Dank auch für die sehr hilfreiche Beratung zur Findung des Expeditionsziels in dieser Forum-Diskussion.

Herzliche Grüsse

Dani

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Vicia sepium Weissling?

Ist dies der nächste Weissling in unserer Sammlung? Stimmt Vicia sepium?

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