Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • In einem dichten, ährigen Blütenstand stehen 5–15 Scheinquirle, die je etwa 6 Blüten enthalten.
    • Blüten zygomorph und zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Krone hellgelb (später bräunlich), 8–10 mm lang.
    • Kelch röhrenförmig, 7–9 mm lang, anliegend seidig behaart; mit 5 gleichen, stachelig begrannten Zähnen.

    Lac de Joux (VD), 23.6.2025 (Muriel Bendel)

    Lac de Joux (VD), 23.6.2025 (Muriel Bendel)

    Viele Pflanzen schon abgeblüht. Grand Cunay (VD), 5.9.2021 (Paul Hürlimann)

    Grand Cunay (VD), 17.6.2023 (Blumenwanderer)

    Grand Cunay (VD), 17.6.2023 (Blumenwanderer)

    Blätter im Blütenstand mit stachelig begrannten Zähnen. Grand Cunay (VD), 17.6.2023 (Blumenwanderer)

    Grand Cunay (VD), 17.6.2023 (Blumenwanderer)

    La Dôle (VD), 27.6.2020 (Blumenwanderer)

  • Früchte

    Teilfrüchte (Nüsschen) 1,5–2 mm lang, eiförmig.

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Wuchshöhe 10–30 cm.
    • Halbstrauch mit verzweigten, holzigen, unterirdischen Stängeln, diese aufsteigend oder aufrecht, im untern Teil zweireihig, oben ringsum behaart.

    Lac de Joux (VD), 23.6.2025 (Muriel Bendel)

    La Dôle (VD), 27.6.2020 (Blumenwanderer)

    La Dôle (VD), 27.6.2020 (Blumenwanderer)

    Habitus im Habitat. Grand Cunay (VD), 17.6.2023 (Blumenwanderer)

    La Dôle (VD), 27.6.2020 (Blumenwanderer)

    Die Pflanzen schon abgeblüht. Grand Cunay (VD), 5.9.2021 (Paul Hürlimann)

    Lac de Joux (VD), 23.6.2025 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Die einfachen Blätter gegenständig, kurz gestielt, die oberen sitzend, ganzrandig oder oder mit einzelnen, nach vorn gerichteten Zähnen, zerstreut behaart.
    • Blätter im Blütenstand mit stachelig begrannten Zähnen.

    Lac de Joux (VD), 23.6.2025 (Muriel Bendel)

    Lac de Joux (VD), 23.6.2025 (Muriel Bendel)

    Grand Cunay (VD), 17.6.2023 (Blumenwanderer)

Lebensraum

Verbreitung

Wissenswertes

  • Sideritis hyssopifolia kommt in Südwesteuropa vor und ist häufig in den Bergen zu finden, wobei das Verbreitungsgebiet im Nord-Osten bis zum Schweizer Jura reicht. Hier kommt es in 1400 bis 1600 M ü.M. vor. Sein Status gemäss Roter Liste 2016 ist „verletzlich“ (VU).
  • Sideritis hyssopifolia gilt als Crop Wild Relative, weil es eine wildlebende Verwandte von kommerziell angebauten Bergtee-Arten (Z.B. Griechischer Bergtee: Sideritis scardica/Sideritis syriaca) ist, die als robuste Halbsträucher in mediterranen Bergregionen wachsen. Diese Verwandtschaft macht es zu einer wertvollen Quelle für die Pflanzenzüchtung, etwa um Resistenzen oder Inhaltsstoffe in Kultursorten zu verbessern.

Mögliche Verwechslung

Das ähnliche Berg-Gliedkraut (Sideritis montana) ist am Grund nicht holzig. Seine Blütenquirle stehen lockerer übereinander und die Kronröhre ist nur 3 mm lang. Es kommt in der Schweiz nicht mehr vor (Rote Liste 2016: RE), war aber immer nur adventiv aufgetreten.

Weiterführende Literatur

Autor*in: Blumenwanderer
Stand: 1. Februar 2026