Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blütenstand: trugdoldig vereinigte Wickel
    • Blüten 5 (bis 7) -zählig
    • Kelchblätter breitlanzettlich; spitz; mehr oder weniger flach; mit oder ohne Drüsen
    • Kronblätter (schmal–) lanzettlich, spitzlich; 2-bis 3-mal so lang wie die Kelchblätter; gekielt; gelb oder blassgelb bis fast weiss; aufrecht oder sternförmig ausgebreitet
    • 2 Staubblattkreise; Staubfäden am Grund kahl oder bewimpert; mit oder ohne Papillen 
    • 1 Fruchtblattkreis

    Geschinen (VS), 30.7.2012 (Muriel Bendel)

    Tamarë (Alb), 14.6.2025 (Marc Henzi)

  • Früchte

    • Balgfrüchte sternförmig ausgebreitet

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ausdauernd, 5–30(50) cm hoch; am Grund verholzt
    • Spross stark verzweigt, Rasen bildend; mit mehreren Trieben
    • Blütenstängel einfach; (aufsteigend oder) aufrecht
    • Sterile Triebe einfach; bogig aufsteigend
    • Sterile Triebe dicht; Blütenstängel lockerer beblättert
    • Pflanze vollständig kahl

    Geschinen (VS), 30.7.2012 (Muriel Bendel)

    (francoisealsaker)

  • Blätter

    • Blätter wechselständig; an den sterilen Trieben dicht und in mehreren Längsreihen, an den blühenden lockerer stehend; sitzend; meist grau– oder blaugrün; oft rot überlaufen
    • Querschnitt halb– oder stielrund; fleischig; sukkulent
    • Blattgrund mit kurzem spornartigem Anhängsel
    • Spreite lineal, stachelspitzig

    Bern, 24.4.2016 (Muriel Bendel)

    (francoisealsaker)

Kleinarten

  • Rund um die Artengruppe von Sedum rupestre aggr. sind trotz zahlreicher Studien nach wie vor etliche systematische und taxonomische Fragen ungeklärt (bis hin zur Gattungszugehörigkeit!). Die untenstehenden Kurzbeschreibungen folgen der aktuellen Checklist von Infoflora und den zugehörigen Beschreibungen.

  • Sedum montanum

    • Trugdolde eben
    • Kronblätter sattgelb, ausgebreitet
    • Kelchblätter drüsig behaart
    • Staubfäden überall kahl

    Müstair (GR), 7.8.2016 (Muriel Bendel)

    Geschinen (VS), 30.7.2012 (Muriel Bendel)

  • Sedum rupestre

    • Trugdolde mit zurückgekrümmten Ästen (zumindest vor der Blütezeit)
    • Kronblätter sattgelb, ausgebreitet
    • Kelchblätter kahl
    • Staubfäden am Grund zerstreut bewimpert

    ©Stefan Lefnaer (Vgl. Quellen am Schluss) ( )

    ©Stefan Lefnaer (Vgl. Quellen am Schluss) ( )

  • Sedum anopetalum

    • Trugdolde eben; Blüten mit Tragblättern (oft abfallend)
    • Kronblätter weiss bis gelblich; meist aufgerichtet
    • Kelchblätter drüsig
    • Staubfäden überall kahl

    Martin Brod (BIH), 6.6.2024 (Marc Henzi)

    Tamarë (Alb), 14.6.2025 (Marc Henzi)

  • Sedum sediforme

    • Trugdolde mit zurückgekrümmten Ästen; Blüten ohne Tragblätter
    • Kronblätter weiss bis gelblich; ausgebreitet
    • Staubfäden am Grund papillös

    Sigriswil (BE), 26.7.2024 (Kilian Hälg)

    Sigriswil (BE), 26.7.2024 (Kilian Hälg)

Lebensraum

  • Sedum rupestre und Sedum montanum: Sandige und steinige Ruderalstellen, Mauern; kalkfliehend. Die beiden andern Arten auf Kalk!

Verbreitung

  • Sedum montanum: Schweiz: Vor allem Alpen und südlicher Jura, vereinzelt im Mittelland, teilweise wohl verwildert
    Gesamtverbreitung: Pyrenäen, Alpen; Karte auf POWO (Petrosedum montanum)
  • Sedum rupestre: Vor allem Jura und Wallis, sonst zerstreut
    Gesamtverbreitung: Europa bis Türkei: Karte auf POWO (= Petrosedum rupestre)
  • Sedum anopetalum: Schweiz: vereinzelt vor allem Süden, auch verwildert
    Gesamtverbreitung: Südeuropa, Türkei; Karte auf POWO (Petrosedum ochroleucum)
  • Sedum sediforme: Schweiz: vereinzelt adventiv, teilweise wohl verwildert
    Gesamtverbreitung: Ursprünglich Mittelmeerraum; Karte auf POWO (Petrosedum sediforme)

Mögliche Verwechslung

Autor*in: Marc Henzi
Stand: 2 Februar 2026