Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten an 3 mm langen Stielen nickend, in 5–8-blütigen Dolden, diese an kräftigen, meist steif aufrechten, die Laubblätter oft weit überragenden Stielen.
    • Krone lebhaft gelb, 5–8 mm lang, beim Abblühen die Farbe zu orange wechselnd.
    • Kelch kurzglockig, mit kurzen, durch weite Buchten getrennten Zähnen.

    Leuk (VS), 6.6.2021 (Paul Hürlimann)

    Blüten und Früchte zusammen bestehend. Siders (VS), 2.8.2021 (Paul Hürlimann)

    Siders (VS), 1.6.2025 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 1.6.2025 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Dolden auf langen Stielen sitzend. Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 1.6.2025 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 1.6.2025 (Blumenwanderer)

  • Früchte

    Hülsen hängend, 1,5–2,5 cm lang, ihre 2–4 Glieder mit 4 stumpfen Kanten, nicht geflügelt.

    Siders (VS), 2.8.2021 (Paul Hürlimann)

    Siders (VS), 1.9.2021 (Blumenwanderer)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Wuchshöhe 15–30 cm.
    • Zwergstrauch mit holziger Pfahlwurzel, am Grunde verholzend, mit derben, niederliegenden, reich verzweigten Ästen.
    • Stängel aufsteigend und sparrig verzweigt.

    Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Im Vordergrund Coronilla minima, hinten Ononis natrix. Varen (VS), 29.6.2023 (Blumenwanderer)

    Kein Kugelginster! Varen (VS), 29.6.2023 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Abblühend. Varen (VS), 29.6.2023 (Blumenwanderer)

    Varen (VS), 29.6.2023 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 1.6.2025 (Bumenwanderer)

  • Blätter

    • Blätter ungestielt, unpaarig gefiedert, mit 3–4 Fiederpaaren (7–9-zählig), das unterste dem Stiel angenähert. Teilblätter rundlich spatelig, fast glauk, meist abgerundet, derb, mit durchscheinend knorpeligem Rand.
    • Nebenblätter unscheinbar klein, häutig, miteinander verwachsen, ⅓–½ so lang wie die untersten Teilblätter.
    • Pflanze völlig kahl, die grünen Teile bläulich bereift.

    Siders (VS), 1.6.2025 (Blumenwanderer)

    Siders (VS), 1.6.2025 (Bumenwanderer)

    Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

    Lupenaufnahme, die kleinen, häutigen Nebenblätter zeigend. Siders (VS), 1.6.2025 (Blumenwanderer)

    Winteraspekt. Leuk (VS), 12.12.2024 (Blumenwanderer)

    Völlig unscheinbar im Winter. Leuk (VS), 12.12.2024 (Blumenwanderer)

Lebensraum

  • Kollin, selten montan. Trockene, sandige, kalkreiche Böden in warmen Lagen. Lichte Föhrenwälder, Felsensteppen.

    Aus einer Felswand wachsend. Varen (VS), 29.6.2023 (Blumenwanderer)

    Am Rande eines Rebbergs wachsend. Leuk (VS), 24.6.2024 (Blumenwanderer)

    Föhrenwald. Siders (VS), 15.6.2021 (Blumenwanderer)

Verbreitung

Wissenswertes

  • Die Art fristet in der Schweiz ein ziemlich exklusives Dasein im Mittelwallis (Umgebung von Siders und Leuk, im Pfynwald). Sie hat den Schutzstatus „verletzlich“ (gemäss Roter Liste 2016) und ist im Wallis vollständig geschützt.
  • Hegi (1924) erwähnt, dass die Vorkommnisse dieser rein mediterranen Art im Wallis (z.B. auf den postglazialen Bergsturzhügeln des Pfynwaldes) wohl als boreale oder subboreale Relikte aufgefasst werden müssen.

Mögliche Verwechslung

    • Die Scheiden-Kronwicke (Coronilla vaginalis) hat
      • kurz gestielte Blätter mit 3–6 Fiederpaaren.
      • Ihre Nebenblätter sind ½ bis fast so lang wie die untersten Teilblätter.
      • Ihre Krone ist 7–10 mm lang.
         
         
    • Der Schopfige Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) hat
      • charakteristische Früchte mit hufeisenförmigen Segmenten,
      • lang gestielte Blätter mit 4–8 Fiederpaaren,
      • freistehende Nebenblätter,
      • oft rot geaderte Blüten,
      • lang genagelte Kronblätter → oberhalb der Kelchröhre deshalb ein «Fenster» freilassend («Blüten mit Durchblick»).
      • Blätter ohne hellen Knorpelrand und ohne glauke Färbung.

    Nicht wirklich zum Verwechseln, aber doch ähnlich: unten Ononis natrix, oben Coronilla minima. Varen (VS), 29.6.2023 (Blumenwanderer)

Weiterführende Literatur

  • Hegi, G. 1924: Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band IV,3  Lehmanns Verlag, S. 1470 – 1471
  • Hess, H.E., et al. 1977: Flora der Schweiz, Band 2. Springer Verlag, S. 553-554
  • Anchisi, E. 1997: Seltene Blumen des Wallis (Sammlung: Umweltdepartement des Kantons Wallis), S. 78

Autor*in: Blumenwanderer
Stand:  7. Februar 2026