Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Gesamtblütenstand endständig, doldenartig, meist mit 5 Strahlen, diese nicht oder nur am Ende gegabelt
    • Tragblätter Gesamtblütenstand: oval, oft etwas gelblicher, ganz kurz gestielt
    • Tragblätter Einzelblütenstände: frei, meist breitelliptisch, fein gesägt, stumpf oder spitz, gelb (später manchmal orange)
    • Hüllbecher mit ovalen, gelben Drüsen, der unterste kurz gestielt

    Ste-Croix (VD), 3.6.2023 (Muriel Bendel)

    Champ-du-Moulin (NE), 4.5.2024 (Muriel Bendel)

    Hüllblätter; La Brévine (NE), 22.6.2026 (Marc Henzi)

    Hüllchenblätter gelb, oval; Drüsen oval; La Brévine (NE), 22.6.2026 (Marc Henzi)

    Champ-du-Moulin (NE), 4.5.2024 (Muriel Bendel)

  • Früchte

    • Kapsel kugelig, dicht mit halbkugeligen oder kurzwalzlichen Warzen besetzt, kahl
    • Samen eiförmig, braun. Sie werden nicht nur aus der Kapsel geschleudert, ihr Anhängsel (Caruncula) lockt Ameisen an, welche für die Verbreitung sorgen.

    Ste-Croix (VD), 3.6.2023 (Muriel Bendel)

    La Brévine (NE), 22.6.2026 (Marc Henzi)

    Ameise hier als Bestäuberin - Wichtiger ist ihre Rolle bei der Verbreitung der Samen; Ste-Croix (VD), 3.6.2023 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze ausdauernd, am Grund verholzt
    • Mehrere bogig aufsteigende, unverzweigte Stängel.
    • 30–50 cm hoch

    La Brévine (NE), 22.6.2026 (Marc Henzi)

    Champ-du-Moulin (NE), 4.5.2024 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Wechselständig, sitzend
    • Spreite länglich-elliptisch, grösste Breite in oder über der Mitte, am Grund verschmälert, Spitze stumpflich, Rand sehr fein gesägt, oft bläulich-grün, kahl oder unterseits behaart (verkahlend), 2–4 cm lang

    La Brévine (NE), 22.6.2026 (Marc Henzi)

    Blattunterseite; La Brévine (NE), 22.6.2026 (Marc Henzi)

Lebensraum

  • Halbtrockenrasen, (lichte Wälder)
  •  auf Kalk

Verbreitung

  • Schweiz: Jurabogen, sonst sehr zerstreut
  • Gesamtareal: Westeuropa: Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

  • Die Kombination des unverzweigten Stängels, des meist 5–strahligen, endständigen Blütenstandes, der ovalen Drüsen, der warzigen Früchte und der fein gesägten Blätter unterscheidet die Art von anderen mit ähnlichem Habitus.

Autor*in: Marc Henzi
Stand: 11. September 2026