Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Einzelblüten in gedrängter, doldenähnlichen Traube.
    • Zwittrige, vierzählige Blüten.
    • Kelchblätter breit eiförmig, rötlich.
    • Kronblätter rosa/lila bis weiss, die beiden nach aussen gerichteten 6-8 mm lang und deutlich grösser als die nach innen gerichteten.

    (Blumenwanderer)

    (Blumenwanderer)

    (Blumenwanderer)

  • Früchte

    • Fruchtstand länger als breit.
    • Schötchen flach, vorne mit flügelartigem Rand und 2 deutlichen, spitzen Flügelzipfeln; beim Griffel ausgerandet.

    (Blumenwanderer)

    (Blumenwanderer)

    Oberseite eines Schötchens. (Blumenwanderer)

    Unterseite eines Schötchens (Blumenwanderer)

    eröffnetes Schötchen mit zwei Samen. (Blumenwanderer)

    Stiel des Fruchtstandes. (Blumenwanderer)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • 2jährige, krautige Pflanze mit einer Höhe von 20-60 cm.
    • Stängel aufrecht, kantig, im oberen Teil abstehend verzweigt.
    • mit Pfahlwurzel.

    Pflanzen noch nicht blühend. Clos du Doubs (JU), 6.6.2026 (Dominik Gerber)

    Clos du Doubs (JU), 6.6.2026 (Dominik Gerber)

    Clos du Doubs (JU), 21.7.2026 (Blumenwanderer)

    Clos du Doubs (JU), 21.7.2026 (Blumenwanderer)

    Clos du Doubs (JU), 21.7.2026 (Blumenwanderer)

    Clos du Doubs (JU), 21.7.2026 (Blumenwanderer)

    Clos du Doubs (JU), 21.7.2026 (Blumenwanderer)

    Clos du Doubs (JU), 21.7.2026 (Blumenwanderer)

    Dürre Reste des Vorjahres. Clos du Doubs (JU), 21.7.2026 (Blumenwanderer)

    Am Grunde verholzt. Clos du Doubs (JU), 21.7.2026 (Blumenwanderer)

    Stängel kantig. (Blumenwanderer)

  • Blätter

    Laubblätter lanzettlich, ganzrandig oder die unteren beiderseits mit 1-2 Zähnen, bis 5 mm breit und 4 cm lang, kahl.

    Blattrand unregelmässig (ob angefressen?) (Blumenwanderer)

Lebensraum

    • Kollin bis montan. 
    • Trockene, sonnige und kalkreiche Geröllhalden.

    (Clos du Doubs (JU), 21.7.2021)

Verbreitung

Wissenswertes

  • Iberis intermedia kann taxonomisch als ein Sammelsurium aus verschiedenen, teils endemischen Kleinarten aufgefasst werden. Die Artengruppe zeigt eine hohe Variabilität und ist vor allem in Frankreich sowie im westlichen Mittelmeerraum verbreitet.
  • Die in der Schweiz in der Region Clos-du-Doubs vorkommende Art gilt als endemisches Mikro-Taxon des zentralen Juras (Synonym: Iberis intermedia subsp. contejeanii).
  • Das Phänomen der Vorposten-Relikte: Der eigentliche Verbreitungsschwerpunkt der Gattung Iberis liegt im westlichen Mittelmeerraum. Weiter nördlich liegende, isolierte Vorkommen in Mitteleuropa werden als Überbleibsel (=Relikte) früherer, wärmerer Klimaepochen interpretiert, in denen sich die Art nach Norden ausbreiten konnte.

Mögliche Verwechslung

Der in der Schweiz kultivierte und gelegentlich verwilderte Doldige Bauernsenf (Iberis umbellata) aus Südeuropa sieht Iberis intermedia sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch vor allem durch breitere Blätter; zudem ist sein Fruchtstand kaum länger als breit.

Weiterführende Literatur

Autor*in: Blumenwanderer
Stand: 7. September 2026