Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten zu (1–)2(–3) in den Blattwinkeln, kurz gestielt.
    • Kelch kurz und zerstreut behaart; Kelchzähne 5, allmählich zugespitzt, ± gleich lang.
    • Krone rosa, nach dem Abblühen lila; kahl.

    Ferenberg (BE), 26.4.2025 (francoisealsaker)

    Guévaux (VD), 16.4.2011 (wolfgang bischoff)

    Köniz (BE), 15.5.2023 (Muriel Bendel)

    Ligerz (BE), 2.5.2016 (Muriel Bendel)

    Grauholz, Bolligen (BE), 30.4.2025 (Muriel Bendel)

    Olten (SO), 4.5.2012 (wolfgang bischoff)

    Bolligen (BE), 22.4.2016 (francoisealsaker)

    Abblühend; Kelchzähne ± gleich lang. Weiermatt, Köniz (BE), 7.5.2026 (Muriel Bendel)

  • Früchte

    • Reifende Hülsen v.a. auf der Rücken- und Bauchnaht kurz behaart, bald verkahlend; mehrsamig. 

    Reifende Hülsen. Weiermatt, Köniz (BE), 7.5.2026 (Muriel Bendel)

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    • Pflanze einjährig, 30 bis über 60 cm hoch.
    • Stängel gerillt.

    Worb-Boll (BE), 4.5.2016 (francoisealsaker)

    Guévaux (VD), 23.5.2010 (wolfgang bischoff)

    28.5.2017 (francoisealsaker)

    Biberist (SO), 9.5.2016 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Blätter wechselständig, kurz gestielt, mit Nebenblättern.
    • Nebenblätter meist halbpfeilförmig, auf der Unterseite mit dunklen extrafloralen Nektarien.
    • Blattspreite paarig gefiedert, Endranke meist verzweigt.
    • Fiedern schmal lanzettlich, spitz, auf der Unterseite zerstreut behaart, Oberseite ± kahl, in der Knospenlage gefaltet.

    Blattspreite paarig gefiedert, Fiederunterseiten behaart. La Neuveville (NE), 2.5.2025 (Muriel Bendel)

    Fiederoberseite. Weiermatt, Köniz (BE), 7.5.2026 (Muriel Bendel)

    Fiederunterseite kurz und zerstreut behaart. Weiermatt, Köniz (BE), 7.5.2026 (Muriel Bendel)

    Nebenblatt mit extrafloralem Nektarium. Köniz (BE), 15.5.2023 (Muriel Bendel)

    Grauholz, Bolligen (BE), 30.4.2025 (Muriel Bendel)

    Grauholz, Bolligen (BE), 30.4.2025 (Muriel Bendel)

    Extraflorales Nektarium mit Ameisen-Besuch. Grauholz, Bolligen (BE), 30.4.2025 (Muriel Bendel)

Lebensraum

Auf nährstoffreichen Böden; Äcker, Wegränder, Weiden.

Verbreitung

Eurasiatisch, nord- bis ostafrikanisch.

Als Futterpflanze in zahlreichen Sorten angebaut.

Verbreitungskarte auf POWO.

Mögliche Verwechslung

Die Zaun-Wicke (Vicia sepium) besitzt

  • hellviolett bis lila Kronblätter, 
  • die Blüten sind zu (2–)3–6 in kurz gestielten, einseitswendigen Trauben angeordnet, 
  • die Kelchzähne sind ungleich lang (die unteren länger und schmaler, die oberen kürzer und breiter).

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 11. Mai 2026

Forum

Diskussionen der Community

Eine pingelige Sache: extraflorale Nektarien bei Wachtelweizen-Arten

Auf winzige Pünktchen kommt es an: Mehrere Wachtelweizen-(Melampyrum-)Arten bilden auf ihren Tragblättern im Blütenstand kleine, punktförmige Drüsen, die eine zuckerhaltige Flüssigkeit absondern. Da dieser Nektar nicht in den Blüten gebildet wird, spricht man von sog. "extrafloralen" Nektarien (extra- für "ausserhalb von" und floral für "Blüte").

Am besten sind diese Pünktchen auf den Tragblättern des Acker-Wachtelweizens (Melampyrum arvense) zu sehen: Die Nektarien sind dunkel und zahlreich – und werden gerne von Ameisen besucht, die vom süssen Nektar naschen.

Der Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense) hingegen scheint mit seinen extrafloralen Nektarien sehr spärlich umzugehen und bildet nur 1–3 gut getarnte, farblose bis grünliche Drüsen pro Tragblatt. 

Infos zur Gattung Wachtelweizen und zu allen fünf Arten im Wiki.

Bei anderen Pflanzenarten sind die extrafloralen Nektarien auffälliger (und vermutlich bekannter), z.B. bei

Unten ein paar Fotos dazu.

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